AMD-Aktionäre bestätigen The Foundry Company

AMDDie AMD-Aktionäre haben der Ausgliederung der AMD-Fabriken in das Tochterunternehmen „The Foundry Company“ beim zweiten Anlauf zugestimmt. Der erste Anlauf war letzte Woche gescheitert, weil zu wenig Aktionäre anwesend waren.

Damit gehen die beiden Fabriken in Dresden, Fab 36 und Fab 30 (zukünftig Fab 38) an die neue Firma, deren größter Anteilseigner die arabische Firma ATIC (Advanced Technology Investment Company) ist. Zusätzlich zu den Fabriken in Dresden wird noch eine neue Fab 40 in New York gebaut.

In Dresden werden derzeit ausschließlich die AMD-CPU-Dies auf SOI (Silicon on Insulator)-Basis produziert, jedoch soll im laufenden Jahr zusätzlich die Produktion im Bulk-Prozess aufgenommen werden. Damit besteht zukünftig für AMD die Möglichkeit, auch die GPUs für die ATI-Grafikkarten und die Chipsätze selbst zu fertigen. Momentan werden diese noch außerhalb bei TSMC und UMC gefertigt. Zudem könnte zukünftig auch für andere Auftraggeber produziert werden.

Im ersten Halbjahr 2010 soll in den beiden Dresdner Fabs die Serienproduktion im 32 nm-Prozess unter Verwendung von High-K-Materialien aufgenommen werden - Intel setzt schon bei den aktuellen 45 nm-CPUs auf High-K und will schon Ende des Jahres erste 32 nm-Prozessoren ausliefern.

Mit der Ausgliederung der Fabriken in die „Foundry“ ist der wichtigste Schritt der Asset-Smart-Strategie getan, die von dem ehemaligen AMD-CEO Hector Ruiz eingeleitet wurde und AMD endlich wieder konkurrenzfähig machen soll, nachdem in den letzten Quartalen massive Verluste eingefahren worden waren.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie Intel reagieren wird, da man schon bei Ankündigung des ATIC-Einstiegs bei der Foundry Company Bedenken angemeldet hatte, was die x86-Lizenzen angeht. AMD benötigt für die Fertigung seiner x86-Prozessoren eine Lizenz von Intel, die jedoch keine Fertigung der CPUs außerhalb von AMD zulässt. AMD hat versucht, die Vereinbarungen einzuhalten, indem man in der neuen Foundry 50 Prozent der Stimmanteile hält, obgleich die tatsächliche Beteiligung deutlich geringer ist und zukünftig wohl auch noch zurückgehen wird. Damit ist „The Foundry Company“ offiziell ein Tochterunternehmen von AMD.


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