Nvidia GT216 als Antwort auf AMDs RV740?

NvidiaIn der vergangenen Tagen sproß es geradezu RV740-Gerüchte. Nachdem der Einsatz der GDDR5-Technologie durchgesickert war, folgten zuletzt die Angaben zu Streamprozessoren, TMUs, ROPs und der Größe des Speicherinterfaces. Demnach wird AMDs erster 40-nm-Chip den RV770LE (HD 4830) ablösen und auf Nvidia-Seite mindestens die 9600 GT attackieren. Je nach Taktung ist sogar der Vergleich zur 9800 GT möglich.

Doch wie wird Nvidia auf den vermutlich rund 120 mm² kleinen Midrange-Chip antworten?
Bereits vergangene Berichte skizzierten, dass beide Chipspezialisten den Umstieg auf die 40-nm-Technologie in etwa zeitgleich nähmen. ATI wurde bestenfalls ein Mini-Vorsprung von wenigen Wochen prognostiziert und so wird Nvidia aller Voraussicht nach auch ATIs RV740 mittelfristig einen 40-nm-Chip entgegensetzen.

Der Administrator der Seite Beyond3D schreibt heute, dass ihm Informationen vorlägen, wonach diese Rolle der so genannte GT216-Grafikchip übernähme. Dieser tauchte schon des Öfteren in der Nvidia-Gerüchteküche auf. Bis auf die Tatsache, dass es sich hierbei um einen Nvidia-40-nm-Chip handelt, der nicht im High-End-Segment angesiedelt ist, wusste man derweil aber nichts weiter über den Chip zu berichten.

Jetzt schreibt der Administrator Arun, dass der GT200-basierende Chip auf ein 192 Bit breites Speicherinterface inklusive 12 ROPs zurückgreifen würde. Die Speichermenge soll dabei im Regelfall 768 MiB betragen und vom Typ GDDR3 sein. Mittels inzwischen erhältlichem 0,8 ns schnellem Speicher sollen damit 1,2 GHz Speichertakt möglich sein, was in 57,6 GB/s münden würde - genauso viel Speicherbandbreite besitzt ein RV740 mit 0,9 GHz GDDR5-Speicher auf einem 128 Bit breitem Speicherinterface.

Angaben zu der TMU- und ALU-Bestückung liegen ihm noch nicht vor. Er geht jedoch davon aus, dass Nvidia über die Shaderleistung versuchen wird, die Radeon-Karte auszustechen. Sein Tipp: 160 Shadereinheiten bei nur 32 TMUs. Organisiert sollen diese über vier Shadercluster mit je 40 Streamprozessoren und acht Texturclustern sein.

Arun hat bereits in der Vergangenheit ein fürs andere Mal voll ins Schwarze getroffen in Bezug auf Voraussagen von Spezifikationen künftiger Grafikchips.
Ob all' seine Vermutungen und sein angebliches Wissen zutreffen - insbesondere bei den TMUs und ALUs gehen wir nicht ganz konform -, muss abgewartet werden. Was man vorerst mitnehmen kann, ist, dass Nvidia den RV740 ernst nimmt und offenbar schon eine Antwort in Form des GT216 in der Schublade liegen hat.


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3 Kommentare

3.) Cartman 25.12.2008 - 17:03 Uhr
Noch so ne 'Panne kann sich nVidia auch nicht leisten. In den letzten 6 Monaten hat Ati dank 48xxer Reihe ein ganzes Stück aufgeholt.
2.) Duplex 24.12.2008 - 21:54 Uhr
stimme ich zu ein G92 in 40nm wäre mit sicherheit kleiner und genau so schnell
1.) Bulldozer 24.12.2008 - 18:07 Uhr
man hätte doch eigentlich den G92 in 40nm produzieren können, müsste eig günstiger sein als der GT216 und den als Attacke nutzen können.