AMD HD 4800-Demo: Tesselierte Froblins

AMDZum Start einer neuen Grafikkartengeneration gehört für gewöhnlich auch eine neue Grafikdemo, die die Vorzüge der neuen Architektur offenbart. Nvidia hat vor kurzem sein Soll mit der „Medusa-Demo“ erfüllt, AMD reichte nun die „Froblins-Demo“ nach und zeigt somit das Mögliche der wenige Tage alten HD 4800-Produktreihe.

Zunächst einmal zur künstlichen Namensgebung „Froblins“: Diese setzt sich aus den englischen Worten „frog“ (deutsch: Frosch) und „goblins“ (deutsch: Kobold) zusammen und stellt eine künstliche Amphibie dar.
In der Demo müssen mehrere hundert dieser kleinen, krötenartigen Zweibeiner gerendet werden. Die Schwierigkeit der Grafikkarte besteht nun darin, ihren Weg und ihre Handlungen zu berechnen, denn die Amphibien können insgesamt zwei Dinge erledigen: Pilze mampfen und Steine horten. Die gesammelten Steine versuchen sie am Turm, der in der Mitte der Szene postiert ist, abzulegen.
AMD will mit der Szene zwei Techniken besonders in den Vordergrund stellen: Einerseits die Wegfinde-Routine in der GPU – jeder „Froblins“ hat seinen eigenen Weg, der in Abhängigkeit zur Laufbahn der anderen „Froblins“ steht – und andererseits die Fähigkeit des Tesselators.

Der Tesselator kann Polygone unabhängig vom Programmcode weiter unterteilen. Dies macht man sich beispielsweise beim Detailgrad der Berge in der Szene zu Nutze.
AMDs Grafikchips beherbergen bereits seit dem R600 die Tesselator-Einheit, die eigentlich ein DirectX 11-Feature ist. AMD fordert nun Microsoft dazu auf, die Tesselator-Einheit bereits in das Pflichtenprogramm von DirectX 10.1 aufzunehmen, um so Druck auf Nvidia auszuüben, eine entsprechende Einheit schnellstmöglich auf die eigenen Chips zu portieren.

Laut AMD benötigt die Szene, die übrigens auch die erste ist, die Gebrauch von „global illumination“ macht, mindestens 0,9 Teraflops an Shaderleistung. Entsprchend läuft sie auch nur auf den Produkten HD 4850 und 4870 ruckelfrei. Für erstere, die eine Shaderleistung von 1,0 Teraflops besitzt, reicht es folglich gerade zu annehmbaren 30 Bildern pro Sekunde. Die HD 4870 dürfte dank 1,2 Teraflops Rechenleistung die Szene etwas schneller darstellen können.

Wie die Nvidia-Demo ist auch die AMD-Demo momentan nur über erste offizielle Screenshots und kurze HD-Videos auf den Herstellerseiten einsehbar. Erst in einigen Wochen werden Besitzer entsprechender Grafikprodukte in den Genuss kommen, die Demo auf dem heimischen PC in Echtzeit betrachten zu können.
Im Falle der AMD-Demo fragt man sich bereits jetzt, inwiefern eine Quad-Core-CPU die Geschwindigkeit der Szene beeinflussen kann, handelt es sich doch insbesondere bei den Wegfinde-Routinen um ein Aufgabengebiet, das im Regelfall der Hauptprozessor übernimmt.


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