Keine neuen NVIDIA-Chipsätze für AMD-CPUs?

AMD Als AMD am 25. Oktober 2006 bekannt gab, dass die Übernahme von ATI abgeschlossen sei, erwarteten bereits einige Analysten eine Aufsplittung des Marktes in "AMD-PCs" und "Intel-PCs". Einige Gerüchte, welchen zufolgen NVIDIA sich in Zukunft mehr auf Chipsätze für Intel-Mainboards konzentrieren würde, folgten bald. Für AMDs Prozessoren stellte NVIDIA jedoch auch noch einen Chipsatz vor, der nForce 630a getauft wurde und mit den IGPs GeForce 7025 und GeForce 7050 ausgeliefert werden kann.

Informationen über weitere Chipsätze von NVIDIA für AMD-CPUs sind allerdings nicht bekannt. Dies erstaunt etwas, da NVIDIA Chipsätze für Sockel AM2+ vorstellen müsste, um weiterhin die Marktführerschaft in diesem Bereich zu halten. Auf der Computex wäre dies sicherlich ein guter Ort dafür gewesen. Dort wollen die Kollegen von NGOHQ nun auch den Grund für das Fehlen der neuen Chipsätze erfahren haben: Angeblich will NVIDIA die Chipsatz-Sparte für AMD-Hauptprozessoren komplett einstellen. Der Hersteller mit Sitz in Santa Clara hat dieses Gerücht zwar umgehend dementiert, was aber nicht darin hindern sollte, die Glaubwürdigkeit einer solchen Meldung einmal zu prüfen:

Mit der Übernahme ATIs sind dessen Chipsätze urplötzlich wesentlich bedeutender geworden. Dies hat man auch auf der diesjährigen Computex wieder gemerkt, wo deutlich festzustellen war, dass mehr Hersteller Mainboards auf Basis von AMD-Chipsätzen (bzw. früher ATI-Chipsätzen) vorgestellt haben, sofern man den Vergleich zum letzten Jahr riskiert. Noch ist NVIDIA aber Marktführer auf diesem Gebiet und die Chipsatz-Sparte des GeForce-Produzenten macht hier auch wesentlich mehr Umsatz und Gewinn als bei Intel-Mainboards. Dies könnte sich in Zukunft allerdings ändern, da AMD nun den Vorteil hat, "alles aus einer Hand" liefern zu können - Prozessor, Chipsatz und Grafikeinheit. Dies macht sich auf dem Papier gut und könnte für OEMs ein Grund sein, eher AMD-Chipsätze in neuen PCs zu verbauen. Aber ist dies gleich ein Grund, diesen Markt komplett aufzugeben?

NVIDIA würde damit die Möglichkeit verlieren, SLI zusammen mit AMD-Prozessoren anzubieten, was sich insbesondere bei einem Erfolg der K10-Prozessoren wohl negativ aufs Image (und auch etwas auf den Geldbeutel) auswirken dürfte. Doch auch bei Intel wird NVIDIA nichts geschenkt bekommen: Intel selbst möchte mit Chipsätzen verdienen und hat bereits immer Fremdhersteller relativ kurz angebunden. Für neue Techniken, wie einem erhöhten Front-Side-Bus muss NVIDIA auch immer neue Lizenzen erwerben und die Gründe für eine mögliche Verweigerung Intels sind relativ vielseitig. Von daher ist eine solche Meldung doch mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Wir werden über weitere Entwicklungen berichten.


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3 Kommentare

3.) Streamline 11.06.2007 - 18:12 Uhr
p.a.t.r.o.n:
Da stimme ich zu, wer will den ein Chipsazt von ATI


Die ATI bzw. AMD-Chipsätze sind zur Zeit den nvidia-Chipsätzen in einigen Punkten überlegen (Spieleperformance, Wärmeentwicklung - ja in die positive Richtung! und Stromverbrauch - also genau anders rum als bei Grafikkarten) und für die meisten nicht in entscheidenden Punkten unterlegen (oder braucht jemand mehr als 4x SATA 2?). Von daher "wollen" den schon viele.
2.) p.a.t.r.o.n 11.06.2007 - 00:04 Uhr
Da stimme ich zu, wer will den ein Chipsazt von ATI

Oder nVidia ist ja ein Konkurrent und vom Konkurrenten würde ich persönlich nicht kaufen.
1.) Fanta4 10.06.2007 - 18:58 Uhr
in letzter Zeit sind zuviele Gerüchte bekannt geworden!
ich rate jedem diese mit Vorsicht zu genießen!

Die Zukunft wird uns zeigen was kommt, ich persönlich bezweifle diese Gerücht sehr, da NVIDIA nicht frewielig auf den Gewinn durch AMD-Chipsätze verzichten wird! ^^

mfg
Fanta4