Test: Radeon-HD-7950-Roundup9. Juni 2013

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Einleitung

Mit der Radeon-HD-7000-Serie ist dem US-amerikanischen Grafikspezialisten AMD ein ganz großer Wurf gelungen. Als die Radeon HD 7970 Ende 2011 offiziell vorgestellt wurde, konnte das Unternehmen sowohl die eigene Radeon-HD-6000- als auch die gegnerische Geforce-GTX-500-Serie mit Leichtigkeit übertrumpfen. Einerseits arbeitete die neue Grafikkarte wesentlich schneller, andererseits verbrauchte sie weniger Energie. Gute drei Monate verweilten die Modelle der Radeon-HD-7000-Serie konkurrenzlos an der Spitze, bis Nvidia zum Gegenschlag ausholte und mit der Geforce-GTX-600-Serie eine Grafikkartengeneration veröffentlichte, mit der die wenigsten gerechnet hatten.

Radeon-HD-7950-Roundup

Mit der Geforce GTX 680 hatte Nvidia zum ersten Mal überhaupt eine Grafikkarte mit einem kleinen, genügsamen Grafikprozessor, der eigentlich alle Voraussetzungen einer Performance-GPU mit sich brachte, in das High-End-Segment platziert. Mithilfe der sogenannten GPU-Boost-Technologie konnten die Geforce-GTX-600-Grafikkarten ihr Defizit an Transistoren ausgleichen, ohne dass ein festgelegter Maximalverbrauch überschritten werden konnte. Doch obwohl es sich bei beiden High-End-Produkten, namentlich Geforce GTX 680 und Radeon HD 7970, um hervorragende Grafikkarten handelte, kamen sie für einen Großteil der Endkunden aus finanziellen Gründen nicht in Betracht.

Hier setzten beide Hersteller auf abgespeckte Varianten ihrer Superboliden, die unter den Bezeichnungen Geforce GTX 670, Geforce GTX 660 Ti sowie Radeon HD 7950 liefen und laufen. Da die Grafikkarten zum jetzigen Zeitpunkt - knapp eineinhalb Jahre später - immer noch aktuell sind, werfen wir heute einen genaueren Blick auf den Radeon-Ableger.
Die Radeon HD 7950 basiert auf dem R1000-Grafikprozessor, vereint zirka 4,31 Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 365 Quadratmillimetern und wird in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt. Bei der Radeon HD 7950 werkeln allerdings nur 28 von 32 Compute Units. Dementsprechend besitzt die Grafikkarte 1.792 Shader-, 112 Textur- und 32 Rastereinheiten sowie ein 384 Bit breites Speicherinterface und einen 3.072 MiB großen Grafikspeicher. Der Chiptakt des Referenzmodells beträgt 800 MHz, während der Grafikspeicher mit einer Taktfrequenz von 2.500 MHz daherkommt.

.HD 7950HD 7950 FlexHD 7950 OCHD 7970
GrafikchipR1000R1000R1000R1000
Transistorenca. 4,31 Mrd.ca. 4,31 Mrd.ca. 4,31 Mrd.ca. 4,31 Mrd.
Fertigung28 nm28 nm28 nm28 nm
Chipfläche365 mm²365 mm²365 mm²365 mm²
Chiptakt800 MHz860 MHz900 MHz925 MHz
Turboneinneinneinnein
Shadereinheiten1.792 (1D)1.792 (1D)1.792 (1D)2.048 (1D)
Rechenleistung2.867 GFLOPs3.082 GFLOPs3.226 GFLOPs3.789 GFLOPs
TMUs112112112128
Texelfüllrate89,6 GT/s96,3 GT/s100,8 GT/s118,4 GT/s
ROPs32323232
Pixelfüllrate25,6 GP/s27,5 GP/s28,8 GP/s29,6 GP/s
Speichermenge3 GiB GDDR53 GiB GDDR53 GiB GDDR53 GiB GDDR5
Speichertakt2.500 MHz2.500 MHz2.500 MHz2.750 MHz
Speicherinterface384 Bit384 Bit384 Bit384 Bit
Speicherbandbreite240,0 GB/s240,0 GB/s240,0 GB/s264,0 GB/s
TDP200 Watt200 Watt200 Watt250 Watt

Im Test befinden sich zwei Radeon-HD-7950-Modelle von Sapphire, namentlich Radeon HD 7950 Flex-Edition und Radeon HD 7950 OC-Edition. Erstere Grafikkarte besitzt einen 860 MHz schnellen Grafikprozessor und einen 2.500 MHz schnellen Grafikspeicher, während die OC-Edition mit einem Chiptakt von 900 MHz und einem Speichertakt von 2.500 MHz daherkommt. Im heutigen Test wollen wir die Vor- und Nachteile der beiden Kontrahenten untersuchen und die Performance mit der von AMDs Referenzmodell, das wir durch eine heruntergetaktete Sapphire Radeon HD 7950 OC-Edition simuliert haben, und mit der der Geforce GTX 670 vergleichen.
Wir hoffen, dass wir Ihnen in unserem überlegten Testparcours einen möglichst aktuellen und praxisnahen Überblick über die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Grafikprozessoren verschaffen können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Ihre Kommentare!

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