Test: DDR3-Skalierung auf Intel Ivy Bridge20. November 2013

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Einleitung

Kaum ein Markt in der Halbleiterbranche ist so überschwemmt wie der für Arbeitsspeicher. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die gängigen DDR3-Geschwindigkeiten in diversen Benchmarks miteinander zu vergleichen. Anschließend werden wir die ermittelten Werte Revue passieren lassen und ein finales Urteil verkünden. Zunächst werfen wir einen genaueren Blick auf die Materie und unsere Methodik. In unserem Test treten DDR3-2133-, DDR3-1866-, DDR3-1600- sowie DDR3-1333-Module mit jeweils zwei verschiedenen Latenzeinstellungen gegeneinander an.

Dabei haben wir sowohl im Dual-Channel- als auch im Single-Channel-Betrieb gemessen, weswegen wir unseren frisch erstellten Benchmark-Parcours letztendlich 16 Mal absolvieren mussten. Dabei haben wir bewusst keinen großen Wert auf synthetische Benchmarks gelegt, diese aber nicht völlig außer Acht gelassen. Beim eingesetzten Arbeitsspeicher handelt es sich um zwei 4.096 MiB große DDR3-2133-Module von Corsair. Diese gehören der Dominator-GT-Serie an und bewältigen die Latenzen 9-11-10-27 bei einer Spannung von lediglich 1,5 Volt.

Corsair Dominator GT DDR3-2133

DDR3-Module besitzen, genau wie DDR2-Module, 240 Kontakte. Dennoch ist der aktuelle Standard weder mechanisch noch elektronisch mit dem älteren kompatibel. Die Buchstaben "DDR" stehen nicht etwa für "Deutsche Demokratische Republik", sondern für "Double Data Rate". Mittlerweile befindet sich der DDR-SDRAM in der dritten Generation und arbeitet mit einem Achtfach-Prefetch (8 Bit), wodurch sich der Datendurchsatz im Vergleich zum direkten Vorgänger verdoppelt hat. DDR3-1600-Speicher erreicht hier zum Beispiel einen theoretischen Wert von 12.800 MB/s.

Doch aus der höheren effektiven Taktfrequenz resultieren gleichzeitig höhere CAS-Latenzen, was allerdings logisch und nicht wirklich schlimm ist. Im Volksmund werden diese Latenzen oftmals fälschlicherweise mit Reaktionszeiten gleichgesetzt, aber eigentlich ist dem nicht so. Ein Latenzwert gibt die Anzahl an Taktzyklen an, die ein Modul für eine bestimmte Operation benötigt. Ein DDR3-2133-Modul mit den Latenzen 10-10-10-30 hat zum Beispiel theoretisch die gleichen "Reaktionszeiten" wie ein DDR3-1066-Modul mit den Latenzen 5-5-5-15.

Auf den folgenden Seiten untersuchen wir, wie sehr sich bessere Latenzen, höhere Taktfrequenzen und der Sprung von Single- auf Dual-Channel auf die Praxisleistung auswirken. Darüber hinaus stellen wir heraus, ob teurer Arbeitsspeicher leistungstechnisch überhaupt Sinn macht. Auf die Alltagsleistung haben der Prozessor, die Grafikkarte und - nicht zu vergessen - das Systemlaufwerk nämlich einen relativ großen Einfluss. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Ihre Kommentare!

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