Starke Radeon HD 2600 Serie entthront nVidia

AMDWährend nVidia mit der GeForce 8600 Serie auf Schmusekurs fährt und dem Kunden eigentlich nicht mehr als zufriedenstellende Leistung im Vergleich zum Preis liefert, könnte Konkurrent ATi mit der geplanten Radeon HD 2600 Serie (RV630) einen großen Coup landen, indem man schlichtweg die Gunst der Stunde ausnutzt. Selten lief eine Mainstreamgeneration den alten Flaggschiffen soweit hinterher.

Die Ausstattungsmerkmale der Radeon HD 2600 lassen aufhorchen. ATi scheint beim RV630 halb so viele Streamprozessoren wie beim R600 einzusetzen. nVidia hat auf seiner Mainstreamgeneration bekanntlich nur ein Viertel der Streamprozessoren im Vergleich zum Flaggschiff eingepflegt. Umgemünzt würde das bedeuten, dass auf dem RV630 ganze 64 Unified-Shaders zum Einsatz kommen müssten. In Anbetracht der Tatsache, dass der R600 aber auf wesentlich leistungsfähigere Streamprozessoren setzt, die mehrere Aktionen bei selbem Takt ausüben können, und auch nur ingesamt 64 Stück besitzen wird, würden auf dem RV630 zwar nur derer 32 verbaut - und somit genauso viele wie bei der GeForce 8600 - aber dafür dürften diese umso leistungsfähiger sein und die GeForce 8600 Serie locker in die Tasche stecken.

Auch bei der Chip- und Speicherfrequenz will ATi in die Vollen gehen. Mutmaßliche Taktraten von 800/2200 MHz für die HD 2600 XT stehen im Raum. Die Karte wird bereits auf schnellen GDDR4 Speicher setzen, der aber auch - ähnlich wie die GeForce 8600 Serie - nur 256 MiB groß sein wird und an ein 128-Bit breites Ringbussystem angeschlossen sein wird. Auf den ersten Blick scheint es, als würde die Radeon HD 2600 die erhoffte Leistung umsetzen, die man sich eigentlich schon von der GeForce 8600 Serie erhofft hatte.

Wie nVidia auf eine vermeintlich schnelle Mainstreamkarte von ATi reagiert, bleibt fraglich. Die 8800 GTS 320 könnte eine Übergangslösung für nVidia sein, zwangsläufig wird man aber wohl an einem neuen Chip werkeln müssen, wo die 8800 GTS 320 (90nm) mit ihren 581 Millionen doch alles andere als wirtschaftlich herzustellen ist. Der Name GeForce 8700 bietet sich hierzu gerade an und könnte im Herbst als erster 65nm nVidia-Chip veröffentlicht werden.


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