Neue Namen für ATi-Chipsätze

AMD Nachdem AMD ATi übernommen hat, zeigte sich schnell, dass die Amerikaner bemüht sind nach und nach den Namen ATi verschwinden zu lassen. Still und heimlich wurde das ATi-Kürzel gemächlich entfernt und man wurde spätestens gestern von der Übernahme informiert, als man feststellen musste, dass der neue Catalyst-Treiber nicht mehr über die bekannte ATi-Seite zu beziehen ist. Neben diesen kleinen Spuren, folgen in diesen Tagen erste weitreichende Änderungen, die es zu durchleuchten gilt. So möchte der Inhaber von ATi nun seinem Namen auf allen bisherigen ATi-Chipsätzen den eigenen Stempel aufsetzen. Konkret ist hiermit eine Umbenennung der RD580, RD550 und RD480 Chipsätze gemeint, welche bisweilen alle unter dem Label ATi fielen.

AMD Chipset Logo

Natürlich verfolgt AMD mit der Umbenennung auch ein neues Schema, das laut eigenen Aussagen besser die jeweilige Leistung des Chipsatzes hervorhebt. Konkret hat man vier verschiedene Buchstaben eingeführt, die eine erste grobe Leistungsorientierung geben. Das Kürzel "X" steht dabei für Multi-GPU Chipsatz, "T" für eine integrierte Grafikeinheit mit sehr guter Leistung, "G" für eine Mittelklasse Grafikeinheit und "V" für eine im unteren Preissegment angesiedelte Grafiklösung. Vor dem neuen Kürzel soll der interne Codename mit seinen drei Ziffern zur Geltung kommen. Am Beispiel verdeutlicht, heißt dies, dass beispielsweise aus dem bekannten ATi Xpress 3200 Chipsatz der AMD 580X CrossFire wird.

Insgesamt geht man also weit gefächert in den Chipsatzmarkt und hofft so schon bald ein ernsthafter Konkurrent für Intel zu sein. Etwas bizarr an der Geschichte ist, dass ATi noch Chipsätze für Intel produziert; hier sei insbesondere der RD600 genannt. Er soll bald von ATi ausgeliefert werden und ein wahres Stück Hardware werden. Die Kanadier versprechen, dass sich aktuelle Core 2 CPUs auf Basis dieses Chipsatzes noch besser übertakten lassen als die erst kürzlich von nVidia eingeführten nForce 6 Chipsätze. Intel hat daraufhin seine Partner dazu ermuntert, kein Board auf Basis des RD600 zu produzieren. Asus und DFI scheinen jedoch schon soweit mit der Entwicklung vorangekommen zu sein, dass ein einfacher Rückzieher, wie ihn Intel gern hätte, nicht mehr möglich ist. Insofern dürften uns noch einige heiße Tage ins Haus stehen. Mal schauen, ob Intel mit harter Hand durchgreift oder seine jahrelang bekannten Boardpartner gewähren lässt.


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