3DMark-Konkurrenz: Rydermark

FutureMark Die finnische Benchmarkschmiede FutureMark, seit Jahren ein Fels in der Brandung, bekommt nun unerwartete Konkurrenz. Wieder einmal müsste ergänzt werden, denn schon in vergangenen Tagen versuchten einige Benchmarkstudios den Riesen ins Wanken zu bringen. Letztendlich versanken sie alle sang- und klanglos im Boden. Ob es dem britischen Unternehmen Candella Software genauso ergehen mag, bleibt abzuwarten, aber die reinen Fakten hören sich zumindest einmal interessant an.

Ihr jahrelang entwickelter Benchmark "Rydermark" soll dank hochmoderner Technik Benchmarkfetischisten im Nu für sich gewinnen. Man wirbt nicht nur mit "besserer" Grafik, sondern auch besserer Vergleichbarkeit. Diese sei dadurch gewährleistet, dass die zum Einsatz kommende Engine auch in einem künftigen Spiel - den Titel verriet man noch nicht - anzutreffen sei, wohingegen FutureMark für seine 3DMark-Riege bekanntlich immer eine eigene Engine entwickelt, die so in keinem Spiel zur Geltung kommt. Wie man sieht, scheut man schon im Vorfeld nicht den Vergleich zum womöglich großen Vorbild; wohlwissend, dass man hardwaretechnisch alles andere als schlecht gegenüber dem 3DMark06 darsteht. Wem nämlich schon die Hardwareanforderungen jenes 3DMarks06 zu schaffen gemacht haben, wird in Rydermark wahrlich seinen Meister finden.

Neben einer potenten DirectX 9.0c Karte (Shader-Model 3.0) mit mindestens 512 MiB Texturspeicher, muss eine zweikernige CPU beschafft werden, um den Rydermark darstellen zu können. Dass somit nur ein ganz geringer Teil in den Genuss des Rydermarks kommt, ist den Entwicklern klar, allerdings versprechen sie denen, die die Voraussetzungen erfüllen können, ein bombastisches Grafikerlebnis sondergleichen. Die Liste der zum Einsatz kommenden Features ist lang; beginnend von Full Scene Motion Blur über High-Dynamic-Range-Rendering (HDDR), Normal Mapping, Parallax Occlusion Mapping, Soft Particles bis hin zu Soft Shadows ist alles dabei. Ferner lockt man mit Hitzereflektionen, realischtischem Feuer und einer noch nicht gesehnen Wasserphysik.

Alles nur hohle Worte oder steckt hinter Rydermark ein wirklich ernsthafter Konkurrent für die 3DMark-Serie? Zum jetztigen Zeitpunkt lässt sich diese Frage nur schwerlich beantworten, allerdings trabt der in England entwickelte Benchmark mit großen Füßen Richtung Launch. Noch in diesem Jahr soll der Startschuss fallen. Einziges Manko und zugleich größter Vorteil ist der Bedarf an Hardwarehunger. Die Frage bleibt zudem, inwiefern man mit aktueller Top-Hardware den Benchmark "flüssig" beäugen kann, denn selbst die schönste Grafik mag nicht so recht gefallen, wenn die heimische Grafikkarte noch nicht einmal die 10 FPS Grenze überschreitet. Man wird abwarten müssen, in welche Bahnen sich das Ganze entwickelt, allerdings hat die Firma Candella Software ein noch unbeflecktes Image, wohingegen FutureMark insbesondere mit vorangegangen Versionen schon den ein oder anderen Kratzer erlitt.


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