Direct3D 10 unter Windows XP

MicrosoftDass die kommende Grafik-API, Direct3D 10, ausschließlich unter Windows Vista funktionieren würde, brachte schon in vergangenen Tagen einige auf die Palme und es gingen wieder unschöne Worte Richtung Redmond. Auch wir konnten den Schritt nicht gut heißen, denn Support versteht sich wirklich anders. Doch nun scheint es, als würde der Softwareriese einlenken und Direct3D 10 auch unter Windows XP zugänglich machen. Dann unter dem Namen DirectX 9.0L vermarktet, soll es die neue Schnittstelle schleichend in Windows XP importieren. Somit bliebe künftigen Nutzern einer Direct3D 10 Karte (G80 und R600) beispielsweise das Shader-Model 4.0 unter Windows XP nicht verwehrt und sie könnten den vollen Funktionsumfang ihrer Grafikkarte unter XP nutzen.

Man darf zurecht fragen, warum Microsoft auf einmal Direct3D 10 in Windows XP importiert; schließlich sollte es ein ausgediegenes Marketinginstrument für Windows Vista werden. Möglicherweise wurde der Druck von außen zu groß und dass die Bezeichnung DirectX 9.0L zum Tragen kommt, zeigt deutlich, dass Microsoft Direct3D 10 still und heimlich in sein "altes" Betriebssystem einschleusen will. Wohl eine Handlung ohne großes Tamtam, die jedoch weitreichende Folgen mit sich trägt. Als potentieller User, der an einem gut funktionierenden Windows XP System arbeitet, sicherlich ein Grund mehr nur bedächtig auf die neue Windows-Plattform umzusteigen. Ob der Softwareriese durch diesen Schritt, der im übrigen noch längst nicht in trockenen Tüchern ist, Verkaufseinbußen befürchten muss, bleibt abzuwarten, jedoch sollte man Microsoft diesen Schritt hoch anrechnen, wenn er denn zustande kommen sollte und nicht als Gerücht verfliegt.


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