Nvidia Geforce GTX 780 Ti offiziell

NvidiaLetzten Monat berichteten wir erstmals über die Geforce GTX 780 Ti vom Prozessorhersteller Nvidia. Mit dieser Grafikkarte möchte das Unternehmen die Radeon R9 290X ausstechen, die vor gerade einmal zwei Wochen erschienen ist. Das AMD-Produkt weist bereits im gedrosselten Quiet-Modus eine ähnliche Performance wie die Geforce GTX Titan auf und ist darüber hinaus mit wesentlich geringeren Anschaffungskosten verbunden. An dieser Stelle soll die am heutigen Donnerstag vorgestellte Geforce GTX 780 Ti die Kohlen aus dem Feuer holen. Dies gelingt auch zu großen Teilen, aber alles der Reihe nach.

Die Karte basiert auf dem 7,1 Milliarden Transistoren schweren GK110-Grafikprozessor, der in einer Strukturbreite von 28 Nanometern gefertigt wird und eine Chipfläche von 551 Quadratmillimetern aufweist. Wie wir bereits im Vorfeld berichteten, stehen der Geforce GTX 780 Ti erstmals im Consumer-Bereich alle 15 SMX-Cluster zur Verfügung. Diese verfügt dementsprechend über 2.880 Shader-, 240 Textur- und 48 Rastereinheiten sowie über ein 384 Bit breites Speicherinterface und einen 3.072 MiB großen Grafikspeicher.

.GTX 780 TiGTX 780R9 290XR9 290
GrafikchipGK110GK110HawaiiHawaii
Transistorenca. 7,1 Mrd.ca. 7,1 Mrd.ca. 6,2 Mrd.ca. 6,2 Mrd.
Fertigung28 nm28 nm28 nm28 nm
Chipfläche551 mm²551 mm²438 mm²438 mm²
Basistakt875 MHz863 MHzdynamischdynamisch
Turbotaktdynamischdynamisch1.000 MHz947 MHz
Shadereinheiten2.8802.3042.8162.560
Rechenleistung5.040 GFLOPs3.977 GFLOPs5.632 GFLOPs4.849 GFLOPs
TMUs240192176160
Texelfüllrate210,0 GT/s165,7 GT/s176,0 GT/s151,5 GT/s
ROPs48486464
Pixelfüllrate42,0 GP/s41,4 GP/s64,0 GP/s60,6 GP/s
Speichermenge3.072 MiB3.072 MiB4.096 MiB4.096 MiB
Speichertakt3.504 MHz3.004 MHz2.500 MHz2.500 MHz
Speicherinterface384 Bit384 Bit512 Bit512 Bit
Speicherbandbreite336,4 GB/s288,4 GB/s320,0 GB/s320,0 GB/s
TDP250 Watt250 Watt250 Watt250 Watt

Die Basistaktfrequenz der GPU beträgt 875 MHz, während die Speichertaktfrequenz bei 3.504 MHz liegt. Dank der GPU-Boost-Technologie übertaktet sich der Grafikchip allerdings automatisch bis an eine festgelegte TDP-Grenze. Die Kepler-Karte erreicht folglich mindestens eine Rechenleistung von 5.040 GFLOPs, eine Texelfüllrate von 210,0 GT/s, eine Pixelfüllrate von 42,0 GP/s und eine Speicherbandbreite von 336,4 GB/s. In der Theorie ist das Flaggschiff also pfeilschnell, aber wie schlägt es sich in der Praxis?

In den ersten Testberichten liefert die Geforce GTX 780 Ti eine exzellente Performance ab. In niedrigen Auflösungen ist sie allen anderen Single-GPU-Grafikkarten, selbst der Radeon R9 290X im stromhungrigen Uber-Modus, überlegen. In höheren Auflösungen kommt es jedoch zu einem erheblich spannenderen Zweikampf der beiden Spitzenmodelle. Hier weist letztendlich sogar der Hawaii-Ableger (im Uber-Modus) die bessere Performance auf. Dies könnte dem größeren Grafikspeicher, aber auch der wesentlich höheren Pixelfüllrate der Radeon R9 290X geschuldet sein.

Nvidia Geforce GTX 780 Ti

In puncto Leistungsaufnahme schneidet die GK110-Karte schlecht ab. Im Windows-Betrieb gibt es zwar noch nichts zu bemängeln, doch unter Last zieht die Geforce GTX 780 Ti sehr viel Strom aus der Steckdose. Wir müssen allerdings erwähnen, dass die Radeon R9 290X im Uber-Modus sogar noch mehr verbraucht. Lautstärketechnisch muss sich das neue Nvidia-Produkt nicht zu verstecken. Die Kühlkonstruktion, die mit der Geforce GTX Titan eingeführt wurde, sorgt selbst unter Last für eine akzeptable Geräuschkulisse, die ungefähr auf dem Niveau der Radeon R9 290X im Quiet-Modus liegt.

Mit der Geforce GTX 780 Ti hat Nvidia endlich eine Gaming-Grafikkarte präsentiert, die über den GK110-Grafikprozessor im Vollausbau verfügt. Der Pixelbeschleuniger ist auch dementsprechend flott unterwegs - hier kann eigentlich nur die Radeon R9 290X im Uber-Modus ansatzweise mithalten. Die neue Geforce-Grafikkarte verbraucht außerdem weniger Energie und besitzt den leiseren Referenzkühler. Die Geforce GTX 780 Ti ist allerdings ein gutes Stück teurer als das AMD-Flaggschiff. Die offizielle Preisempfehlung liegt bei 650 Euro. Bei hiesigen Preissuchmaschinen ist das Angebot aber noch rar.


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