Radeon R9 290X: Zahlreiche Benchmarks

AMDVor knapp eineinhalb Wochen stellte der US-amerikanische Prozessorhersteller AMD die Radeon-R-200-Serie offiziell vor. Bislang wurden jedoch nur die Radeon R9 280X, die Radeon R9 270X, die Radeon R7 260X, die Radeon R7 250 sowie die Radeon R7 240 veröffentlicht. Bei diesen Grafikkarten handelt es sich allerdings nur um leicht abgewandelte Modelle der Radeon-HD-7000-Serie, basierend auf der GCN-1.1- und GCN-1.0-Architektur. Dementsprechend überzeugen die neuen Produkte nicht auf ganzer Linie. Die beiden schnellsten Grafikkarten der neuen Generation, namentlich Radeon R9 290X und Radeon R9 290, werden erst in den nächsten Tagen das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Inzwischen existieren zahlreiche Benchmarks der Radeon R9 290X, die aus drei verschiedenen Vorabtests aus Fernost stammen. Diese sind zwar teilweise nicht mehr online, doch auf der Internetseite videocardz.com sind weiterhin einige Diagramme aufzufinden. Im Großen und Ganzen arbeitet das noch nicht veröffentlichte Flaggschiff etwas schneller als die Geforce GTX Titan, aber alles der Reihe nach.

.Radeon R9 290XGeforce GTX Titan
Vorabtest 1105,4 %100,0 %
Vorabtest 2103,7 %100,0 %
Vorabtest 3100,2 %100,0 %
Gesamt103,1 %100,0 %

Im ersten ausführlichen Test erarbeitet sich die Radeon R9 290X unter 1080p einen Vorsprung von 4,7 Prozent und unter 1.600p einen Vorsprung von 6,1 Prozent auf die aktuell schnellste Single-GPU-Grafikkarte. Dieses Ergebnis setzt sich aus den synthetischen Benchmarks 3DMark Fire Strike und Unigine Valley sowie aus den Spielen Aliens vs. Predator, Battlefield 3, Bioshock Infinite, Company of Heroes 2, Crysis 3, Metro: Last Light, Stalker: Call of Pripyat und Tomb Raider zusammen. Der Hawaii-Spross rendert in den meisten Spielen deutlich schneller als die Geforce GTX Titan, während letztere mit den synthetischen Benchmarks die Kohlen aus dem Feuer holt.

Leider können wir nicht berichten, welche Anwendungen in das Performancerating des zweiten Vorabtests einfließen. Nichtsdestotrotz arbeitet die Radeon R9 290X unter 1440p und 1080p in der Summe aller Benchmarks exakt 3,7 Prozent schneller als die Geforce GTX Titan. Kurioserweise fällt der Vorsprung der kleineren Radeon R9 290 auf die Geforce GTX 780 genauso groß aus. Da die Geforce GTX 770 hier etwas besser als die Radeon R9 280X und die Radeon HD 7970 GHz-Edition abschneidet, gehen wir von einer eher Nvidia-freundlichen Spieleauswahl aus.

Der dritte Vorabtest beinhaltet neben Benchmarks auch Messungen der Leistungsaufnahme und der Temperatur. Leistungstechnisch nehmen sich die beiden Flaggschiffe hier so gut wie nichts. Am Ende siegt die Radeon R9 290X unter 1080p mit einem Vorsprung lediglich 0,2 Prozent - eigentlich ein glasklares Unentschieden. In das Gesamtergebnis fließen die Werte der synthetischen Benchmarks 3DMark 11 und 3DMark Fire Strike sowie die Bildraten der Spiele Battlefield 3, Call of Duty: Black Ops 2, Crysis 3, Far Cry 3, Metro Last Light, Sleeping Dogs, Splinter Cell: Blacklist und Tomb Raider ein.

Performancerating Vorabtest 2

In puncto Leistungsaufnahme schneidet die Hawaii-Grafikkarte eher schlecht ab. Unter Furmark verbraucht das gesamte Testsystem mit der Radeon R9 290X traurige 404 Watt, während es mit der Geforce GTX Titan lediglich auf einen Stromhunger von 342 Watt kommt. Auch die Temperatur der Hawaii-GPU lässt zu wünschen übrig. Der Grafikprozessor erreicht 94 Grad Celsius. Diese Messungen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da Engineering-Samples oftmals mit einer höheren Spannung betrieben werden. Dies wirkt sich sowohl negativ auf die Leistungsaufnahme als auch auf die Temperatur aus.

Letztendlich müssen wir allerdings erste offizielle Testberichte abwarten. Wir gehen davon aus, dass die Radeon R9 290X, die in einer Woche erscheinen soll, etwas schneller als die Geforce GTX Titan rendern wird. Dies würde Nvidia gehörig unter Druck setzen, da die 800 Euro teure Grafikkarte dem wohl 200 Euro günstigeren Konkurrenzprodukt unterlegen wäre. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir nicht berichten, ob das Unternehmen aus Santa Clara mit einer Geforce GTX Titan Ultra, über die bereits viel spekuliert wird, kontern wird.


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1 Kommentar

1.) rizawi 19.10.2013 - 03:27 Uhr
hängt auch arg davon ab wie es mit der letztendlichen Leistungsaufnahme aussieht, den die paar Prozent machen die Effizienz so fragwürdig, das man eine Titan vermutlich mit Leichtigkeit drüber hinaus übertakten kann, ohne je solche Temperaturen zu erreichen.

Und deshalb mag ich solche halben Infos nicht, die erzeugen ein Bild was nicht mal ansatzweise der Realität entspricht. Die Realität ist das das Ergebnis nach wie vor von total Fake bis Epic Win alles sein könnte und das das Finale Ergebnis noch nicht entschieden ist^^...