MacBook Pro: EU fordert MicroUSB für iDevices

AppleEs ist noch gar nicht allzu lange her, da hat fast jeder Hersteller noch eigene Ladegeräte für seine Devices verwendet und der Kunde war halbwegs zufrieden damit. Mittlerweile hat sich diese Situation allerdings grundlegend geändert, denn Verbraucher wechseln ihre Geräte häufiger als zuvor und legen dabei vor allem Wert auf gleichbleibendes Zubehör. Bis auf Apple und vereinzelte Ausnahmen zieht an diesem Strang auch jeder mit. Das EU-Komitee will dies nun auch noch ändern.

Apple Lightning Kabel



Apple soll in Zukunft MicroUSB nutzen


Im EU-Komitee für Binnenmärkte und Verbraucherschutz wurde über eine Resolution abgestimmt, die später zu einem bindenden Gesetz für Hersteller werden soll. Geplant ist es den Herstellern vorzuschreiben, welchen Anschluss sie für ihre Ladegeräte verwenden sollen. Das EU-Komitee hat sich hierbei einstimmig auf den MicroUSB-Anschluss geeinigt.

Apple stellt sich allerdings weiterhin quer und weigert sich der Forderung nachzukommen. Bislang ist dies auch nicht nötig, denn aus dem Beschluss wird erst ein zwingendes Gesetz, wenn auch EU-Rat und EU-Parlament zugestimmt haben. Apple ist zudem der Überzeugung, dass einem Unternehmen nicht vorgeschrieben werden dürfe, welche Technik in den eigenen Geräten verwendet wird.

Entscheidung auch für MacBook und Co. problematisch


Auch, wenn sich das EU-Komitee vorerst nur auf Mobile Devices beschränkt, kann sich die Entscheidung auch auf das MacBook und Co. ausweiten. Hier setzt Apple ebenfalls auf exklusive Anschlüsse, wie den Thunderbolt-Anschluss. Im Bereich der iDevices ist es der Lightning-Anschluss. Es ist allerdings noch unklar, ob die EU-Politiker auch in diese Richtung vorgehen werden.

Mit dem Beschluss hat man nun aber erst einmal einen wichtigen Schritt gemacht, geht es um die Vereinheitlichung von Anschlüssen an Mobiltelefonen. Fraglich ist nur, ob hier nicht zu sehr in die freie Meinungsgestaltung der Firmen eingegriffen wird. Dies ist dann jedoch Sache des EU-Rats und EU-Parlaments. Wann sich die Gremien mit der Resolution beschäftigen werden, ist noch nicht bekannt.


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2 Kommentare

2.) rizawi 03.10.2013 - 03:01 Uhr
Wie es halt immer ist mit solchen Beschlüssen, die werden gemacht und dann heisst es mobile devices und plötzlich fallen da Geräte drunter die mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun haben, allerdings seh ich dafür aktuell eig. keine Gefahr.

Was ich in dem Zusammenhang OK fände und was nicht:

Die EU greift gern entscheiden in den freien Markt ein und es ist selten zu 100% nötig.
Ich fände es OK das man Schnittstellen normiert, es kann nicht sein das an einem Applegerät ein spezieller USB Adapter und dergleichen nötig sind, nur um Geld zu scheffeln. Ich finde es aber nicht OK Herstellern Schnittstellen vorzuschreiben, die offensichtlich nicht nur dem gewünschten Zweck dienen. Hersteller die sich einigen könnte man da durchaus nach Belohnungsprinzip locken, es ist ja umweltschonender wenn man sein Ladegerät nicht wegschmeissen muss und das Datenkabel überall passt, wenn einige meinen das sie lieber weiter Abschaum bleiben wie Apple ist das aber doch deren Bier...
1.) Overclocked 02.10.2013 - 03:48 Uhr
Naja der Standart wurde meines Wissen eingeführt um das Ladegerätwirrwarr abzuschaffen. Und so wie die News sagt, hat das ganze was mit den IDevices zu tun und gar nichts mit dem MacBookPro. Warum sollte die EU denn plötzlich Notebookausgänge regulieren, wenn überhaupt kommt da auch nen Standart für Ladegeräte.

Naja. Es ist schön, dass mehr News gepostet werden, aber die Qualität des Inhalts sinkt in letzter Zeit.