Xbox One mit zusätzlicher Grafikkarte?

MicrosoftDie Xbox One wurde bereits im Mai offiziell vorgestellt, doch der tatsächliche Verkaufsstart der Spielekonsole von Microsoft liegt immer noch Monate in der Zukunft. Durchs Internet kursieren aktuell der 5. November sowie der 29. November, doch letztendlich könnten die Auslieferungen auch an einem anderen Tag stattfinden. Im zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass die Xbox One sowohl über einen größeren Arbeitsspeicher als auch über einen schnelleren Grafikprozessor verfügen sollte als angenommen. Wie wir mittlerweile wissen, ändert sich zumindest an der Größe des Arbeitsspeichers nichts.

Doch die neue Microsoft-Spielekonsole, die dutzende Prototypen vorzuweisen hat, besitzt aufgrund eines unbegrenzten Cloud-Speichers zumindest eine ausreichend große "Festplatte". Dies ist auch notwendig, denn immerhin hat sich das Unternehmen auf der diesjährigen E3-Spielemesse in Los Angeles nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als die ansehnlichen Xbox-One-Grafikdemos auf Desktop-Computern mit Nvidia-Grafik liefen.

Microsoft Xbox One

Bislang ging die Fachpresse davon aus, dass die Xbox One einen Jaguar-basierten Achtkernprozessor mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz besitzen und auf eine Graphics-Core-Next-Grafikeinheit mit 768 Shadereinheiten zurückgreifen wird. Da die Playstation 4 über eine ungefähr 50 Prozent schnellere Grafikeinheit verfügen soll, haben sich zahlreiche Endkunden bereits im Voraus für die Playstation 4 entschieden - auch wir gingen davon aus, dass die Next-Gen-Konsole von Sony das Rennen machen wird. Mittlerweile ist allerdings ein neues Gerücht aufgetaucht, das mit allergrößter Vorsicht zu genießen ist, denn es stellt alles auf den Kopf.

Ein nicht näher genannter Informant von WCCFTech.com weiß angeblich, dass die Microsoft-Spielekonsole noch eine dedizierte Grafikkarte besitzen wird. Diese soll sogar der noch nicht veröffentlichten Volcanic-Islands-Serie angehören und entweder 2.304 oder 2.560 Shadereinheiten besitzen. Diese Anzahlen an Ausführungseinheiten passen perfekt zu einem im 28-Nanometer-Herstellungsprozess gefertigten Hawaii-Grafikprozessor. Für Desktop-Computer soll die High-End-Grafikkarte von AMD im Oktober das Licht der Öffentlichkeit erblicken, während die Xbox One etwa einen Monat später erscheinen wird - das würde also zeitlich passen.

Xbox-One-Prozessor

Diese Sensation wäre für Microsoft auch ein triftiger Grund, die Xbox One auf den gängigen Spielemessen heimlich durch PCs zu ersetzen, denn die Hawaii-Grafikkarte ist schlicht und ergreifend noch nicht fertig und der integrierten GPU mangelt es an Performance. Diese würde in der Praxis vermutlich alle Aufgaben bewältigen, bis die Spielekonsole eine festgelegte FPS-Grenze unterschreitet und die dedizierte Grafikkarte übernehmen würde. An dieser Stelle spekulieren wir allerdings nur.

Trotz zahlreichen Indizien sind wir nicht der Meinung, dass dieses Gerücht letztendlich zutreffen wird. In einer Spielekonsole ist verhältnismäßig wenig Raum, was sich äußerst negativ auf die Hitzeentwicklung auswirkt. Die Hawaii-Grafikkarte müsste vermutlich permanent gedrosselt werden. Außerdem könnte die Xbox One mit dieser Hardware-Ausstattung wohl nicht für 500 Euro angeboten werden. Darüber hinaus wäre es für Microsoft doch eher unrentabel, die tatsächliche Performance der Xbox One geheim zu halten und somit zahlreiche Endkunden zu vergraulen. Sofern keine weiteren Quellen erscheinen, verbannen wir dieses Gerücht folglich in die Welt der Märchen.


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