Gigabyte bringt günstiges Centurion-Mainboard

AMD Anfang Juni hat der US-amerikanische Prozessorhersteller AMD seine neuen Richland-Prozessoren offiziell vorgestellt. Die neuen Accelerated Processing Units (APUs) bringen allerdings keine nennenswerten architektonischen Verbesserungen mit sich, weswegen das Unternehmen aus Sunnyvale unter Hochdruck an den kommenden Kaveri-Prozessoren arbeitet, deren Release-Termin sich wohl um ein Quartal nach hinten verschieben wird. Diese Prozessoren werden erstmals über Steamroller-Module und über eine GCN-basierte Grafikeinheit verfügen. Auf der diesjährigen Computex hat AMD bereits zwei funktionstüchtige Kaveri-Samples gezeigt.

Die Jaguar-basierten Kabini- und Temash-Prozessoren hat AMD bereits im Mai veröffentlicht. Die SoC-Prozessoren sind für den Einsatz in günstigen Notebook- und Tablet-Computern geeignet und punkten vor allem mit einer relativ starken Grafikeinheit. Für das Jahr 2014 ist bereits eine Refresh-Mikroarchitektur geplant, die unter der Bezeichnung Puma+ läuft.

Gigabyte GA-970A-UD3P - Layout

Mit den neuen Centurion-Prozessoren, namentlich FX-9590 und FX-9370, wagt AMD erneut einen Angriff auf den oberen Performance-Bereich. Doch in den ersten Testberichten überzeugen die beiden Prozessoren nur bedingt. Die Performance in synthetischen Benchmarks und Anwendungen ist zwar wirklich gut, doch in Computerspielen können die Neulinge nach wie vor nicht mit den Produkten der Konkurrenz schritthalten. Darüber hinaus verbraucht insbesondere der FX-9590 extrem viel Energie und ist zudem noch viel zu teuer.

Der taiwanische Hersteller Gigabyte bereitet nun eine günstige Hauptplatine vor, die offiziell für die beiden 220-Watt-CPUs ausgelegt ist. Aktuell gibt es kaum Mainboards, wie zum Beispiel das MSI 990FXA-GD80, die den offiziellen Support für die Centurion-Prozessoren liefern. Dank BIOS-Updates unterstützen jedoch diverse teure Produkte den FX-9590 sowie den FX-9370.

Das neue Gigabyte-Mainboard läuft unter der Bezeichnung GA-970A-UD3P und kommt im klassischen ATX-Format daher. Wie es uns der Name bereits verrät, verfügt die Hauptplatine über den 970-Chipsatz, der beim Einsatz von zwei Grafikkarten nicht die vollen 16 PCI-Express-Lanes bietet. Ansonsten besitzt das GA-970A-UD3P zwei PCI-Express-16x-, drei PCI-Express-1x- und zwei gewöhnliche PCI-Slots sowie vier Speicherbänke, zahlreiche SATA-3.0- und USB-3.0-Ports. Sowohl der Verkaufspreis als auch das Erscheinungsdatum stehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.


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