Catalyst Uninstall Utility verursacht Probleme

AMDDer US-amerikanische Prozessorhersteller AMD steht unmittelbar vor der Veröffentlichung einer neuen Grafikkarte. Die Radeon HD 7730 wird vermutlich in den kommenden Tagen offiziell vorgestellt. Zwei Modelle vom asiatischen Hersteller Sapphire sind bereits in hiesigen Preissuchmaschinen gelistet. Im September oder im Oktober sollen dann die Grafikkarten der Radeon-HD-9000-Serie folgen. Die Radeon HD 9970, mit der das Unternehmen aus Sunnyvale die Geforce GTX 780 ausknocken möchte, wurde sogar bereits abgelichtet. Ob die bisher gehandelten Spezifikationen der Grafikkarte der Wahrheit entsprechen, wird sich also im Herbst zeigen.

Mittlerweile häufen sich jedoch die Probleme mit den Produkten von AMD. Diese betreffen allerdings nicht die Grafikkarten oder die Grafiktreiber, sondern das Catalyst Uninstall Utility. Mithilfe des kleinen Tools, das es seit Januar in der Version 1.2.1.0 gibt, lassen sich die Catalyst-Komplettpakete einfach und restlos entfernen.

AMD Radeon HD 7970

Einige Endkunden berichten allerdings, dass diese Prozedur nicht makellos funktioniert. Insbesondere die Nutzer von Windows 8 beschweren sich über Boot-Probleme, fehlende Windows-Funktionen, nicht mehr funktionierende USB-Ports sowie Systemabstürze. Doch auch unter Windows 7 ist es zu einigen Probleme gekommen. AMD hat zwar bereits auf die Problematik reagiert, doch alleine der Hinweis auf den fehlenden Windows-8-Support der Software reicht eigentlich nicht aus. Immerhin sind auch einige Windows-7-Nutzer von den Problemen betroffen.

Aktuell raten wir den Besitzern einer AMD-Grafikkarte von dem Catalyst Uninstall Utility ab - egal ob Windows 8 oder Windows 7 zum Einsatz kommt. Bei einem Treiber-Update reicht eine Standard-Deinstallation normalerweise völlig aus.
Der Konkurrent Nvidia hatte übrigens mit einer ähnlichen Problematik zu kämpfen. Der Geforce-Treiber in der Version 320.18 verursachte bei einigen Grafikkarten der Geforce-GTX-400- und der Geforce-GTX-500-Serie diverse Fehler und teilweise sogar einen Ausfall der Hardware.


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3 Kommentare

3.) rizawi 10.07.2013 - 04:15 Uhr
bei der handelsüblichen Deinstallation wird ja auch nicht der Originalzustand wiederhergestellt, was der Sinn des besagten Tools sein sollte, wenn auch offensichtlich eher als Wunschdenken^^.
Seit Jahren schlagen sich User damit herum, das man nicht den Hersteller wechseln kann, ohne das OS neu zu installieren.
Was sich mir nicht erschliesst, ist der Zweck des Tools aus Sicht von AMD.

Man kann Updaten ohne vorher alles clean zu machen und das ein User den Hersteller wechselt wird wohl kaum ein Ansporn sein den Abschied leichter zu machen...
2.) KodeX 10.07.2013 - 02:14 Uhr
Es ist ja nicht das Catalyst Control Center, sondern nur das Catalyst Uninstall Utility. Bei einer handelsüblichen Deinstallation geschieht überhaupt nichts.
1.) rizawi 10.07.2013 - 02:10 Uhr
es wäre von Vorteil wenn AMD als auch Nvidia mal wieder zu einem Modell zurückkehren würden, was weniger "Abfall" hinterlässt bzw. den Originalzustand wiederherstellen kann. Andererseits ist es auch Mitschuld von Windows. So schön deren NullTreiber sind, ein modulares System was Koexistenz mehrerer Treiber erlaubt, ohne das bei der Deinstallation eines neueren gleich gar nichts mehr geht, wäre schon mal was...
Weshalb das Catalyst Center in diverse Windowsfunktionen und Standardtreiber eingreift, so das diese bei Deinstallation nicht mehr funktionieren, verwundert dennoch sehr O.o