Intel legt Schwerpunkt auf mobilen Bereich

IntelDer Prozessorhersteller Intel hat Anfang Juni seine neue Haswell-Mikroarchitektur für Desktop- und Mobile-Computer offiziell vorgestellt. Drei Tage später veröffentlichte der Branchenriese zahlreiche Haswell-Prozessoren für Ultrabooks und dennoch bringt Intel weiterhin Produkte auf Ivy-Bridge-Basis auf den Markt. Darüber hinaus stellte das Unternehmen zehn neue Mittelklasse- und Einsteiger-CPUs vor, die alle noch auf der Ivy-Bridge-Mikroarchitektur basieren. Doch auch die kommenden High-End-Produkte von Intel werden noch nicht auf Haswell basieren. Vor einigen Wochen konnten wir mit einer Intel-Roadmap aufwarten, die bestätigte, dass die Ivy-Bridge-E-Prozessoren im dritten Quartal 2013 erscheinen werden.

Der neue Geschäftsführer des Unternehmens aus Santa Clara, namentlich Brian Krzanich, hat mittlerweile in einer Runde mit Journalisten klare Ziele für die Zukunft preisgegeben. Er möchte den Fokus des Prozessorherstellers auf den mobilen Bereich der Subnotebooks, Tablets und Smartphones richten, in dem Intel bisher alles andere als ein Gigant ist. Natürlich geschieht eine solche Umstellung nicht über Nacht, weswegen Intel nun auch Atom und Co. ein eigenes Tick-Tock-Modell spendiert, das wesentlich schneller vorangetrieben werden soll als das Modell des Desktop-Bereichs.

Mit der Silvermont-Mikroarchitektur hat der Branchenriese zwar schon einen ersten großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, doch der Rückstand auf die Konkurrenz ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt einfach noch zu groß. Intels ehrgeizige Pläne sehen vor, dass Silvermont bereits Ende 2014 durch Airmont abgelöst wird. Diese Mikroarchitektur soll bereits in einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden.

Doch die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Gerade AMD hat in diesen Preis- und Leistungsregionen mit den Jaguar-basierten Kabini- und Temash-Prozessoren exzellente Lösungen im aktuellen Portfolio. Überdies gibt es zahlreiche ARM-basierte Prozessoren, an deren Erfolg die alteingesessenen CPU-Schmieden erst einmal anknüpfen müssen. Durch die kommende 64-Bit-Implementierung in die ARM-Mikroarchitektur sollte dies noch schwieriger werden.

Doch Intel hat einen gewaltigen Vorteil, denn in puncto Fertigungstechnologie ist der Prozessorhersteller der Konkurrenz im Jahre voraus. Außerdem besitzt Intel die finanziellen Mittel um massiv in Forschung und Entwicklung zu investieren. In der Vergangenheit wollte sich das Unternehmen allerdings schon öfters auf den mobilen Bereich konzentrieren, doch bislang handelte es sich dabei nur um leere Versprechungen.


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