Nvidia erzielt 2/3 seines Gewinns mit Quadros

NvidiaDie Seite CHW hat vor wenigen Tagen ein Interview mit Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang geführt. Es hält die ein oder andere Überraschung parat, auf die wir folgend eingehen wollen.

Der wohl polarisierendste Satz Huangs ist zugleich der erste: "NVIDIA is a software company." Er erläutert, dass Nvidia zwar auch Hardware herstellt, in erster Linie aber Grundlagen für die softwareseitige Umsetzung schafft. Seiner Ansicht nach ist das Herstellen von Hardware heutzutage zwar kostenintensiv, aber nicht anspruchsvoll.

Für ebenfalls reichlich Gesprächsstoff sorgt Huangs Aussage, dass Nvidia 2/3 des Gewinnes mit seinen professionellen Quadro-Karten einfahre, wenngleich 2/3 des Umsatzes von den Gamer-Grafikkarten generiert würden. Im Profi-Karten-Segment ist man zwar mit nach eigenen Angaben 95 Prozent Marktanteil klarer Marktführer, dennoch handelt es sich um einen relativ kleinen Markt, der aber offenbar für Nvidia riesige Gewinne abwirft und jetzt vielleicht auch besser verstehen lässt, warum Nvidias nächste Architektur ganz besonders (erneut) hier ihre Stärken haben wird.

Des Weiteren bestätigte Huang im Interview Nvidias Rückzug aus dem Chipsatzgeschäft. Er nannte hier als einzigen Grund Intels unfaire Marktpolitik.
Zudem bestätigte er, dass man, solange die Nachfrage noch bestünde, Chipsätze für FSB-Plattformen anbieten werde. Man denkt hier insbesondere an die Intel Atom-Prozessoren.

Das gesamte Interview finden Sie in englischer Sprache im Quellenlink.


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10 Kommentare

10.) Mr.Smith 29.10.2009 - 04:21 Uhr
N1truX@ Stimmt haste recht.Habe ich wohl vergessen^^
9.) N1truX 28.10.2009 - 08:43 Uhr
@Mr.Smith: AMD baut auch Profi-Grafikkarten. Nennen sich FireGL und FireVL. Werden meist auftragsgefertigt von PcPartner Ltd. aka Sapphire.

@Chipsatz-Thematik: Die nVidia-Chipsätze waren nicht schlecht, nur technologisch - insbesondere beim Fertigungsprozess - nicht immer auf der Höhe der Zeit und man ist eben auf AMD und Intel angewiesen.

@Fermi: Naja wenn nVidia es nicht schafft die GPU so zu beschneiden das man sie auch als günstige Grafikkarte an den Mann bringen kann gibt es da bei der DIE-Größe nicht mehr viel zu holen. Alles was GPGPU betrifft ist ab einem Bereich von unter 200 Euro sehr teurer Ballast.
8.) Mr.Smith 28.10.2009 - 04:28 Uhr
ja ok aber es gibt ja noch VIS und SIS.Aber leider sind die Chipsätze von dennen nicht ganz so gut finde ich.

Aber da gebe ich Dublex recht mit seiner aussage
7.) Duplex 27.10.2009 - 21:07 Uhr
die probleme der Nforce waren weniger , das sie schlecht sind oder so

sondern das sie einfach zu teuer sind/waren , und durch schlechte kühlkonstruktionen eben nen aktiven lüfter brauchen


hätte Nvidia bereits damals seit dem 780i oder gar wen möglich seit dem 680i auf das 65nm verfahren gesetzt wären sie deutlich erfolgreicher raus


den rein technologisch sind diese Nforce bretter recht gut dran , haben schnelle speichercontroller und die kommunikation zwischen MCP und SPP verläuft über einen HT link ( genau wie bei den AMD cpus )


aber letzten endes hats Nvidia mal wieder verpennt und nun steigen sie aus , selbst schuld aber Konkurenz im dem Segment wäre doch recht vorteilhaft für uns :-(
6.) Kellerkind 27.10.2009 - 20:42 Uhr
Das mit den Chipsätzen war abzusehen.
Auf Intel-Seite kann Nvidia für DMI/QPI nichts machen bis sie den Prozess gegen Intel gewinnen. Und im FSB-Bereich ist Intel selbst mit den P4x besser aufgestellt. Einzig die miese Intel-Onboard-Grafik hält Nvidia hier noch einigermaßen im Rennen. Aber je mehr sich der Markt zum Sockel 1156 verschiebt, desto weniger S 775-Chipsätze wird NV im Desktop/Notebook-Bereich verkaufen.

Bei AMD hat Nvidia halt das Problem, dass der Chipsatzmarkt insgesamt eher klein verglichen mit Intel ist und AMD selbst eben sehr konkurrenzfähige Chipsätze auf dem Markt hat, während Nvidia hier seit längerem keine Weiterentwicklungen rausgebracht hat. Scheinbar ist man bei NV der Auffassung, dass man hier auf Dauer eh nicht mit AMD mithalten kann, und so lieber die Kosten für Weiterentwicklungen spart um noch etwas Gewinn mitzunehmen.

Was Grafikkarten angeht: Man muss natürlich abwarten wie Fermi letztlich in Spielen performt, aber wenn sich Nvidia weiter primär auf den professionellen Markt und AMD mehr auf den Spieler-Markt konzentriert, wird AMD im Spiele-Bereich über kurz oder lang die Oberhand erlangen. Die überlegene Perf./mm² des RV770/790 und die deutlich frühere Fertigstellung des RV870 gegenüber Fermi lassen durchaus den Schluss zu, dass die "Sweet Spot"-Strategie im Gamer-Bereich effektiver ist als Nvidias "Monster-in-jeder-Hinsicht"-Ansatz, weil scheinbar auch Mainstream-Derivate so schneller fertiggestellt werden können.
5.) Mr.Smith 27.10.2009 - 20:14 Uhr
So wie es sich anhört ja.Ok die Chips sind ja nicht schlecht gewesen von Nvidia die Nforce aber man muss sagen das die AMD/Intel Chipsätze genauso gut sind vllt sogar besser und weniger strom verbrauchen als die NForce dinga.Und vom Preis her billiger waren als Nvidia,soviel ich es verfolgt habe die Tests und so.
4.) core 27.10.2009 - 20:05 Uhr
also ist das Ding mit den Chipsätzen nun endgültig gelaufen? Nie wieder Nforce??
3.) Mr.Smith 27.10.2009 - 19:58 Uhr
Ich glaube ATI macht keine Profi karten mehr oder irre ich mich?

Aber mich wundert es auch nicht das Nvidia fast alleine im Profi Markt ist.Die sind ja auch schon Jahre mit dabei.
2.) Duplex 27.10.2009 - 19:33 Uhr
es ist vällig normal das der professionelle markt deutlich mehr einbringt als der "normal Consumer bereich"

wen man sich anschaut , eine Quado karte die vergleichbare daten ( ausgenommen speicher ) aufweist , kostet meist das 10fache und mehr einer Geforce

da ist es klar das man mit weniger umsatz deutlich mehr gewinn erwirtschaftet , aber das die 95% marktanteile haben in den bereich ist hart

ich dachte immer Matrox sei da führend ? , und was ist mit AMD ? dessen karten sind doch garnicht mal soo schlecht aufn Server markt ?
1.) Markus91 27.10.2009 - 17:38 Uhr
"unfaire Marktpolitik"
Na wenn die das sagen.........

Is ja klar dass die nur noch profi-Karten machen wollen, da es keinen direkten Konkurrenten gibt.