AMD stellt Puma-Plattform vor

AMDNach langem Warten fällt heute der Startschuss: AMD stellt auf der Computex in Taipeh (Taiwan) die neue Mobilplattform vor, die unter dem Codenamen "Puma" entwickelt wurde. Im Paket enthalten ist der neue, in 65-nm-Verfahren gefertigte Griffin-Prozessor, der ein K8-Rechenwerk mit vergrößertem Cache (2x 1 MiB) und neuem Speichercontroller aus der K10-Generation sowie erweiterten Energiesparmodi besitzt. Als Chipsatz wird meist der AMD M780G-Chipsatz verwendet, welcher eine abgeänderte Variante des AMD 780G darstellt und dank der Funktion "PowerXpress" nun auch dezidierte Grafiklösungen im Idle-Betrieb deaktivieren kann (ähnlich der Option HybridPower, die Nvidia seit einiger Zeit für ihre Grafikkarten anbietet).

Die Komponenten der Puma-Plattform

Zusätzlich stellt AMD mit der Plattform auch die ATI-Mobility-Radeon-HD-3800-Serie vor. Wie es sich für Notebooks mit heutigem Standard gehört, ist auch ein WLAN-Modul dabei. Dieses soll nach der Präsentation bei der Vorstellung von AMDs neuer Serie dabei im Vergleich zu der beim Intel Centrino verwendeten Einheit sogar besonders leistungsfähig sein.

Leistungsstarke WLAN-Komponenten?

Abseits der drahtlosen Kommunikation legt AMD den Fokus natürlich auf die Vorteile der eigenen integrierten Grafikeinheit, die sich gegen Intels GMA X3100 gut in Szene setzen kann. So zeigte man in der Präsentation einen Test des 3DMark 2006, bei dem das AMD-Notebook mit einem Turion X2 Ultra ZM-80 (2x 2,1 GHz) und der erwähnten Grafikeinheit gegenüber einem Intel T8100 (ebenfalls 2x 2,1 GHz) mit GMA X3100 rund 3x schneller ist - kein Wunder, fällt doch der Hauptteil der Arbeit im 3DMark auf die Grafikeinheit.

AMD zeigt die Vorteile der eigenen GPU auf

Für in absehbarer Zukunft wohl mehr Nutzer relevant wird aber die Fähigkeit der GPU sein, HD-Filme dekodieren zu können. So wird Last von der CPU genommen, was die Turion-X2-Ultra-CPU gar nicht mal so schlecht dastehen lässt: Für andere Alltags-Aufgaben ist sie eindeutig schnell genug - wie jeder aktuelle Prozessor. Entscheidend für den Erfolg bleibt damit noch die Leistungsaufnahme, und damit verbunden mit dem verwendeten Akku die Akkulaufzeit. Bisher liegen hier nur Ergebnisse von Vorserienmodellen vor, die im Bereich der neuen Features zur Senkung der Leistungsaufnahme noch nicht Final-Status zeigen - für endgültige Tests wird man daher noch einige Wochen warten müssen, bis die ersten Notebooks im Laden stehen. Laut AMD kann man damit in ungefähr vier Wochen rechnen.


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2 Kommentare

2.) Streamline 05.06.2008 - 10:48 Uhr
Da werden wir dann wohl mehr Benchmarks sehen, die sich auf die CPU beziehen. ;)
1.) Phenocore 04.06.2008 - 19:53 Uhr
Ich hoffe mal die Hersteller machen ein paar rundum gute Produkte mit der Plattform, so dass die auch mal zeigen kann, was sie wirklich kann.

Ich bin auch schon auf den 14 Juli 2008 gespannt, wenn Intel ebenfalls mit Folien die Centrino 2 Plattform der Puma-Plattform gegenüberstellt und dann natürlich auch nur eigene Vorteile benennt.