Muss Intel den "Yorkfield" (Penryn) verschieben?

IntelOffensichtlich, so zumindest diversen Online-Berichten zu entnehmen, hat sich im kommenden, erstmals in 45nm gefertigten Intel Quad-Core-Prozessor "Yorkfield" ein Fehler, ähnlich wie beim AMD K10, eingeschlichen, der jedoch eher kosmetischer Natur sein soll - zumindest ist keiner Redaktion, die den Core 2 Extreme QX9650 und QX9770 antesteten, etwas aufgefallen. Da Intel nicht unter Zeitdruck steht bzw. der Konkurrenz eine gute Nasenspitze voraus ist, geht man nach eigenen Angaben lieber auf "Nummer Sicher" und verschiebt den Launch um einen Monat auf Februar.

Interessanterweise sollen ausschließlich die Desktop-Quad-Core-Prozessoren "Yorkfield" den Bug in sich tragen. Die ebenfalls vierkernigen Xeons (Harpertown) sollen vom Bug nicht betroffen sein. Ohne Intel etwas Böses zu unterstellen, kann man jedoch nicht ausschließen, dass Intel lediglich aus taktischen Gründen ein Nichtvorhandensein des sowieso angeblich nur unter Laborbedingungen reproduzierbaren Bugs verschweigt. Theoretisch dürften Harpertown und Yorkfield nämlich baugleich sein.

Ebenfalls nicht betroffen vom Bug sollen die zweikernigen Desktop-Prozessoren "Wolfdale" sein, welche dementsprechend nach Fahrplan am 20. Januar vorgestellt werden könnten. Zum Bug selbst lässt sich sagen, dass es sich hierbei um ein Problem mit der Integrität des Signals zur Kommunikation zwischen Prozessor und Chipsatz (FSB) handelt, der schlimmstenfalls zu einem Datenverlust führen kann. Intel beteuert jedoch, dass der Bug lediglich unter Laborbedingungen reproduzierbar ist. Die Verschiebung zeigt dennoch, dass theoretisch die Option besteht, diesen auch in der Praxis auszulösen.


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