nVidia konkretisiert Hybrid-SLI

NvidiaBereits im Jahr 2003 ließ sich nVidia eine Hybrid-SLI Technologie patentieren. Bislang ließen die veröffentlichten Informationen zu der neuen Technologie allerdings noch nichts Handfestes erwarten, wenngleich man zuvor schon auf einer Konferenz mit Investoren zwei Anwendungsgebiete für Hybrid-SLI anpreisen konnte. Zum einen gibt es einen leistungsstarken 3D-Modus, bei dem die Chipsatzgrafik und die separate GPU zusammen arbeiten, sowie zum anderen einen Stromspar-Modus, welcher die separate GPU komplett abschaltet.

Im Jahr 2005 wurde dann ein erweitertes Patent von nVidia angemeldet, das noch etliche weitere Möglichkeiten für diese Technologie anbot. Durch eine automatische Erkennung kann das System auf einen geeigneten Co-Prozessor getestet werden, der die Leistung steigern kann. Die Erkennung könnte dabei entweder auf einem kurzen Test, hinterlegten Devide-IDs, auf Applikations-Basis oder anhand vergangener Performance-Profile geschehen.
Viel wichtiger ist jedoch, dass das Patent die Möglichkeit mit einbezieht, externe Co-Prozessoren an den Chipsatz anzubinden. In den so genannten Emerging-Markets im HPC-Bereich kommt es auf eine möglichst hohe und spezialisierte Rechenleistung an. AMD und Intel haben diesen Bereich bereits als zukünftige Wachstumsmärkte erkannt. Die Projektnamen Fusion bzw. Geneseo stehen hierfür bei den großen Herstellern.

In dem Patent werden für den Performance-Modus neben der normalen SLI-Pfade noch weitere Möglichkeiten aufgezeigt. Die beiden Prozessoren, welche sich im Chipsatz und auf der Grafikkarte befinden, werden weder räumliche (SFR, Tiling) noch zeitlich (AFR, Alternate Frame Rendering) bei der Bild-Berechnung aufgeteilt, sondern können sich die logischen Pipeline-Schritte teilen. Eine Möglichkeit wäre es, die Chipsatzgrafik bei einem Z-First-Pass einzuspannen und der GPU den bereits fertig berechneten Tiefen-Buffer zum weiteren Rendering zu übergeben. Alternativ könnte die mGPU (Chipsatzgrafik) auch den Vertex-Buffer bereits transformieren und der Haupt-GPU dann lediglich diesen Buffer übermitteln.


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