Hector Ruiz: Barcelona ein halbes Jahr zu spät

AMDIn einem Interview der Sundays Mercury News gab Hector Ruiz, CEO von AMD, offen zu, dass die Entwicklung des Barcelonas nicht nach Wunsch verlaufen sei. Ursprünglich habe man anvisiert, den Barcelona ein halbes Jahr früher, also bereits im März, vorzustellen. Hätte man die intern aufgestellte Frist einhalten können, stände man sehr wahrscheinlich heute nicht vor so großen finanziellen Problemen.

Hector Ruiz gibt an, dass die Verspätung hauptsächlich dem sehr komplizierten Design geschulden war, wie Konkurrent Intel bereits vermutete. Im Gegensatz zu Intel beglückt AMD seine Kunden nämlich mit einem echten "Quad-Core". Vier Kerne sind auf ein Stück Silizium platziert. Intel schlug den weniger eleganten, definitiv aber schneller und problemfreier zu realisierenden Weg ein, zwei Packages auf ein Die zu packen, so dass man sich quasi mit zwei Dual-Core Prozessoren eine "Quad-Core" CPU erschleicht. Hinsichtlich der Performance unterscheiden sich beide Lösungen aber so gut wie gar nicht. Nur sehr geringe Vorteile sollten sich durch das AMD Barcelona Layout ergeben.

Wie Ruiz weiter fortführt, waren die Probleme aber nicht allein auf das Design zurückzuführen. Mehreren Problemen, die oftmals erst nach rund sechs Wochen gelöst werden konnten, hatte man entgegen zu wirken. Herr Ruiz bekräftigte, dass man nun alle Probleme bewältigt habe und der Launch definitiv am 10. September stattfände, die Verzögerung aber leider nicht mehr rückgängig gemacht werden könne.


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