AMD stellt Catalyst 7.7 vor

AMDEs klopft wieder an der Tür: Hereinspaziert, ein neuer Catalyst, der im Vorfeld mehr verspricht, als ein "Abklatsch" des Vorgängers zu sein. ATi wirbt mit bis zu 24-fachem Anti-Aliasing, gestiegener Performance und Beseitigung von auftretenden Fehlern in aktuellen Spieletiteln. Damit nicht genug, preist man auch neue Avivo-Funktionen an. Hat ATi den ersten als final zu bezeichnenden Treiber für seine neue Grafikkartengeneration, die von Treibersorgen geradezu überhäuft ist, geschaffen?

Die Liste der Änderungen bzw. Verbesserungen ist diesmal erfreulich lang. Besonders ins Auge sticht das 12- und 24-fache Anti-Aliasing, das man bereits zum Launch ankündigte, aber erst jetzt mit dem aktuellen Catalyst nachliefern kann. Die hohe Kantenglättung erschleicht man sich durch den neuen Edge Detect Filter, der über das Treiberpanel aktivierbar ist.

Schaltet man beispielsweise in den herkömmlichen 4x FSAA Modus und aktiviert dabei den Edge Filter, so erhält man 12x Anti-Aliasing. Ebenfalls um den Faktor drei erhöht sich das Anti-Aliasing, wenn man in den 8x FSAA Modus wechselt und dabei erneut den Edge Filter aktiviert. In der Praxis zeigt sich, dass die Karten, insbesondere die Mid-End Karten (HD 2600 Serie), stark federn lassen müssen, wenn der Edge Filter eingeschaltet ist. Dafür erhält man allerdings eine einwandfreie Glättung. Aus Performancegründen ist der Edge Filter ausschließlich für die HD 2600 und HD 2900 Serie im Treiber integriert worden.

Ein weiteres, großes Merkmal der Version 7.7 sind die erweiterten Avivo-Funktionen im Treiber, welche besonders die Videowiedergabe verbessern sollen. Zwei neue Farbkontrollen unter Vista, komfortablere Elemente für das De-Interlacing von Videos, überschaubarere Schnelleinstellungen für die Videosteuerung, ein neu gestaltetes Layout im Theater Mode - die Liste lässt sich beliebig fortführen. Kurzum: Wer im Besitz einer HD 2000 Karte ist und auf die Avivo-Funktionen im Treiber angewiesen ist, ist quasi dazu verpflichtet, den Catalyst 7.7 zu installieren.

Auch die üblichen Performanceverbesserungen haben im Treiber einhergezogen, wobei sie sich diesmal auf lediglich ein Spiel beziehen, das mittlerweile sogar schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Gemeint ist FarCry, das auf den HD 2000 Karten kurioserweise unter manchen Settings langsamer lief als auf den X1000 Karten. Diesem Übel ist man nun Herr geworden und verspricht eine um 13 Prozent höhere Performance unter der Verwendung einer HD 2000 Karte.

Bereinigung von Bugs hat es darüber hinaus diesmal in den Anwendungen Call Of Duty 2, Google Earth, Neverwinter Nights (Windows XP) sowie Call of Juarez, Doom 3, Half-Life 2: Lost Planet, Monsters, Pacific Fighters, Prey und Quake 3/4 (Windows Vista) gegeben. Der Treiber lässt sich wie üblich über die ATi-eigene Seite beziehen. Unter Berücksichtigung der vielen Änderungen, scheint es der Treiber wert zu sein, installiert zu werden.


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