Leistung der HD 2600 Pro ermittelt

AMDKämpften wir uns bereits vor wenigen Stunden durch den wüsten Benchmarkdschungel ATis neuer Direct3D 10-Mittelklasse in Form der HD 2600 / 2400 XT, kehren wir nun mit weiteren Ergebnissen der HD 2600 Pro zurück. Diese ist eine auf 600 / 800 heruntergetaktete Version der großen XT-Schwester (800 / 1.400 MHz) und demnach leistungsmäßig nicht weit von dieser entfernt.

In allen Tests liegt die HD 2600 Pro genau zwischen der HD 2600 XT und der HD 2400 XT. So ist Battlefield 2 sogar in einer sehr hohen Auflösung von 1.920x1.200 (besser bekannt als 1080i) mit knapp über der magischen 30 FPS-Grenze flüssig spielbar, jedoch ohne Kantenglättung (AA) und Tiefenschärfe (AF). Mit diesen Bildverbesserungsmodi übersteht die HD 2600 Pro gerade noch so mit 28 FPS die Auflösung 1.280x1.024. In Spielen wie S.T.A.L.K.E.R oder Rainbow Six: Vegas schlägt sich die Pro zwar nicht übel und kommt in letzterer Disziplin sogar knapp an nVidias 8600 GT heran, allerdings sind diese Spiele auch ohne AA / AF ein ziemliches Tabu.

Natürlich testeten die Kollegen allesamt mit höchsten Details. Stellt man den Detailgrad von Texturen und Sichtweite etwas herunter, spielt man solche Spiele freilich auch mit der HD 2600 Pro flüssig. Die HD 2600 XT rechnet durchschnittlich etwa 30 Prozent schneller bei 17 prozentigem Aufpreis; die HD 2400 XT bietet rund 19 Prozent weniger Leistung bei 25 Prozent geringerem Preis. Somit lohnt sich die HD 2600 Pro derzeit nicht wirklich für potenzielle Käufer einer Mittelklasse Direct3D 10-Grafikkarte. Dies könnte sich aber in den nächsten Wochen noch ändern, da die Preise noch auf Händlerpreisen basieren, die die Karten noch nicht liefern können. Ein möglicher Launchtermin für ATis Radeon HD 2600/2400-Karten laut einiger Shops ist der 7. Juli.

AMD/ATi Radeon HD 2600 Pro

Nach derzeitigem Kenntnisstand liegt also die HD 2600 XT in etwa auf gleicher Höhe mit der 8600 GT, danach folgen die HD 2600 Pro und die 8500 GT, gefolgt von der in Sachen Stromhunger sparsamen HD 2400 XT. Da bei der HD 2400 Pro einzig der Chiptakt heruntergesetzt wurde, dürfte auch die Leistung dieser Einstiegs-Radeon keinen alteingesessenen Spieler mehr vom Hocker reißen. Zur Leistung von nVidias neuer 8400 GS ist noch nichts bekannt. Doch beide Karten dürften sich eher für Multimediafans denn für Spieler rentieren. Und da beide Karten aktuell mit etwas unter 50 Euro etwa gleich viel kosten, entscheidet wohl die Tendierung zu einem der beiden Chipgiganten über die Kaufentscheidung.

Den Dschungel eines Crysis dürfte eine der hier aufgeführten Karten jedenfalls nicht ruckelfrei erblicken. Bis dahin sollte ATi auch an der Direct3D 10-Performance feilen, da mit aktuellen Treibern zwar die ebenfalls desolate Leistung von nVidias 8600 geschlagen werden kann, jedoch ein flüssiges Spielerlebnis nicht möglich ist.


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