R600: Keine Videoeinheit

AMDKaum ist der R600 geboren, schlittert er schon ins nächste Fettnäpfchen. Auslöser diesmal: Der im Vorfeld viel umworbene Universal Video Decoder, kurz UVD. Dieser sitzt für viele aus heiterem Himmel nicht auf dem R600. Selbst die Firmen HIS und Sapphire scheinen davon ausgegangen zu sein, dass auf dem R600 eine Videoeinheit liegt, dabei ist eigentlich alles klar. Wie wir schon in unserem Artikel zur HD 2000 Serie erläuterten, besitzt der R600 keinen separaten Videoprozessor, wohl aber die kleineren Modelle HD 2400 und HD 2600, von denen bisher aber noch jede Spur fehlt. Im Orginalzitat heißt es:

"Besitzer eines R600 Grafikchips müssen selbstverständlich nicht in den sauren Apfel beißen und bekommen ebenfalls die Features des RV610 und RV630 serviert, jedoch auf einem anderen Buffet. Denn die anfallende Arbeit wird von den ALUs berechnet, die laut ATi rechenstark genug seien."

Den Stein zum Rollen gebracht, haben die Kollegen von DailyTech, denen auffiel, dass der R600 beim Abspielen eines Videos der CPU eine viel zu große Last aufbürgt. Dass wiederum war dann auch für uns höchst seltsam, kündigte doch ATi im Vorfeld an, per ALU die anfallende Arbeit zu berechnen. Wie jetzt bekannt wurde, handelt es sich hierbei um ein noch nicht in den Treiber verankertes Feature. Kommende Catalyst Versionen sollen Abhilfe schaffen.

Festhalten darf man also: Viel Wind um gar nichts. Denn bei genauerem Betrachten der Pressefolie wäre jedem aufgefallen, dass ausschließlich auf den kleineren Modellen ein eigener Videoprozessor verbaut ist. Gerüchten zufolge soll es sogar eine öffentliche Nachfrage während der Präsentation gegeben haben, was wir jedoch weder bestätigen noch verneinen können.


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