Bericht: Prozessoren: Herbst 0728. September 2007

Seite 1/4

Einleitung

Neben mächtigen Grafikkarten, denen wir kürzlich schon einen ausführlichen Bericht widmeten, fordern aktuelle Spiele und Programme auch leistungsfähige Prozessoren. Der berühmt berüchtigte Gigahertz-Wahn ist passé und so fällt es dem ein oder anderen, der sich nur wenige Monate oder gar Jahre nicht um Wissen über aktuelle Technik scherte, schwer, den Durchblick zu behalten.

Prozessorlogos

So gibt es allein sechs verschiedene Core 2-Arten - die ausgemusterte Core 2 Duo E6x00-Reihe, die neuen E6x40- und E6x50-CPUs, die Low-End-Reihe E4x00 sowie Pentium E und Celeron 400, die trotz Namensgleichheit mit den NetBurst-Prozessoren vergangener Jahrzehnte nicht verwandt sind, und selbstverständlich Core 2 Quad und Core 2 Extreme. Doch Vorsicht: Bei den Quads gibt es zwei Revisionen – wer die ältere Revision B3 erwischt, hat einen stromfressenderen Prozessor, der auch nur wenig Taktreserven fürs Übertakten bietet. Um dieser Unordnung Herr zu werden, gab Intel kürzlich Pläne bekannt, die Core 2-Namen zu vereinheitlichen. Aufgrund schlechter Kommentare von PC-Fertigern, Presse und Fachleuten wurde die Idee jedoch schnell wieder verworfen.

Prozessorverpackungen

Auch AMD verwirrt unnötig mit CPUs verschiedener Fertigungsprozesse und Stromsparversionen: Es gibt allein drei verschiedene Athlon 64 X2 5000+ Modelle: Zum einen wäre hierbei der Älteste im Bunde, ein in 90nm gefertigter mit 89 Watt TDP gekennzeichneter Prozessor. Zum anderen gibt es für den gleichen Preis auch den neueren in 65nm gefertigten X2 5000+ mit einer TDP von nur 65 Watt. Abgerundet wird die Kundenverwirrung vom stromsparenden EE-Modell: Für etwa 10 Euro Aufpreis bekommt man einen 90nm Prozessor mit einer TDP von 65 Watt – ein Mischling aus den beiden anderen Modellen. So bleibt dem Kunden verwährt, dass das 65nm Modell sowohl am wenigstens Hitze als auch Strom erzeugt. Denn teurer ist in diesem Falle nicht, wie sonst öfters angenommen, besser.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die besten Prozessoren in den Preisklassen 50 Euro, 100 Euro, 200 Euro und 300 Euro vor.

Seite 1/4