Entführte Schulkinder in Nigeria sind wieder frei

Entführte Schulkinder in Nigeria sind wieder frei

Stand: 24. März 2024 um 10:42 Uhr

Anfang März wurden in Nigeria fast 300 Kinder aus einer Schule entführt. Nach Angaben der regionalen Regierungsbehörde seien sie inzwischen unversehrt freigelassen worden. Noch ist unklar, wer hinter der Entführung steckt.

Knapp zweieinhalb Wochen nach der Entführung von fast 300 Kindern aus einer Schule im Nordwesten Nigerias sind Mädchen und Jungen wieder frei. Dies gab der Gouverneur des Bundesstaates Kaduna, Oba Sani, bekannt. Nähere Angaben zu deren Freilassung machte er nicht und ließ auch nicht offen, ob alle Schüler freigelassen wurden oder nicht.

Sani gab lediglich bekannt, dass den freigelassenen Kindern kein Schaden zugefügt worden sei und dass ihre Freilassung das Ergebnis von „Operationen der Sicherheitsdienste“ sei. Er dankte dem nigerianischen Präsidenten Bola Tinubu und der Armee des Landes.

Überfall durch Stärker bewaffnet Gruppe

Schwerbewaffnete Angreifer griffen am 7. März eine Grund- und weiterführende Schule in der Stadt Korega an. Kurz vor Unterrichtsbeginn umzingelten sie das Gebäude und zwangen dann fast 700 Schüler und Lehrer in ein Waldgebiet. Ein Lehrer beschrieb die Entführung im lokalen Fernsehen. Aber viele Kinder und Lehrer wären weggelaufen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters forderten die Entführer vergangene Woche ein Lösegeld in Höhe von rund 635.000 Euro. Die Regierung weigerte sich jedoch, das Lösegeld zu zahlen.

Oft kommt es zur Entrückung Lösegeldforderung

Wer genau hinter der Entführung steckt, ist noch unklar. In Nigeria, insbesondere in den nordwestlichen und zentralen Regionen des Landes, kommt es häufig zu Menschenentführungen – häufig von kriminellen Banden oder islamistischen Terrorgruppen. Die Opfer sind oft Frauen und Kinder. Entführer fordern oft Lösegeld. Auch terroristische Milizen nutzen Entführungen als Mittel zur Durchsetzung politischer Forderungen oder entführen Frauen und Mädchen zur Zwangsverheiratung.

Nach Angaben des Wirtschafts- und Sicherheitsberatungsunternehmens SB Morgen wurden allein zwischen Juli 2022 und Juni 2023 in etwa 580 Entführungsvorfällen in ganz Nigeria mehr als 3.600 Menschen entführt.

Nach Angaben der Vereinten Nationen kam es Ende Februar letzten Jahres im Bundesstaat Borno zu einer Massenentführung von mindestens 200 Menschen. Auch die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen aus Chibok im selben Bundesstaat im Jahr 2014 löste weltweiten Aufruhr aus. Die Kinder wurden von Mitgliedern der islamistischen Miliz Boko Haram entführt, einige werden noch heute vermisst.

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