Boris Johnson kündigt die Aufhebung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union an

Der britische Premierminister forderte eine Überarbeitung des Nordirland-Protokolls. Gegebenenfalls will die Regierung dafür nationale Gesetze erlassen. Die Europäische Union warnt vor einem einseitigen Vorgehen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat ein Gesetzgebungsverfahren angekündigt, um die Vereinbarungen mit der Europäischen Union über den Austritt Nordirlands aus der Europäischen Union notfalls aufzuheben. Die Konservative Partei reiste am Montag zu Gesprächen mit Vertretern der größten Parteien in Nordirland nach Großbritannien. Nach den Gesprächen sagte Johnson, alle seien der Meinung, dass das sogenannte Nordirland-Protokoll „reformiert und verbessert“ werden sollte.

„Wir würden dies gerne einvernehmlich mit unseren Freunden und Partnern tun“, sagte Johnson. Aber als Versicherungsunternehmen muss seine Regierung gleichzeitig auch Gesetze verabschieden. Wie das aussehen soll, wollte Außenministerin Liz Truss nach Informationen der Deutschen Nachrichtenagentur (dpa) am Dienstag im Parlament in London erläutern.

Die Europäische Union hatte vor einseitigen Maßnahmen Londons gewarnt. Andernfalls stehe das gesamte Handelsabkommen auf dem Spiel, sagte der irische Außenminister Simon Coveney am Montag in Brüssel.

Johnson fordert eine Einheitsregierung in Nordirland

Bei seinem Besuch in Nordirland forderte Johnson die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Die Protestant Democratic Unionist Party hat sich aus Protest gegen das Nordirland-Protokoll bisher geweigert, einen Sprecher zu wählen. Auch will die Unionist Party nicht mit der katholischen Republikanerin Sinn Féin eine Einheitsregierung bilden.

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