ATI setzt auf Steam-Computing

AMDVor ein paar Tagen hat ATI offiziell seine Steam Computing Initiative vorgestellt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Grafikchips über das reine 3D-Rendering hinaus zu nutzen. In Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten wie Stanford möchte das kanadische Unternehmen ein Ökosystem schaffen, das neben der nötigen Hardware auch die entsprechende Software zur Verfügung stellt.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Steam Computing sind dabei vielfältig und reichen von Risikoeinschätzungen der Kapitalmärkte bis hin zur Erstellung von seismischen Modellen. Als konkretes Beispiel präsentierte ATI auf seinem Launchevent in San Francisco eine Vorabversion des Folding@Home Projektes, welches sich mit der Simulation von Proteinen beschäftigt und zur Bekämpfung on Krankheiten wie Alzheimer, Krebs und Parkinson beitragen soll. Die aktuelle Beta läuft momentan zwar "nur" auf X1900/X1950 Karten, dafür aber bis zu 40x schneller, als wenn man die Berechnungen über einen herkömmlichen Hauptprozessor laufen lassen würde. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen aber auch ältere Karten wie die X1800 Serie unterstützt werden.

Wer das Ganze einmal selber testen möchte, der benötigt zum einen die oben angesprochene Radeon X19x0 und zum anderen den noch in der Beta-Phase befindlichen Catalyst 6.10 Treiber. Zudem braucht man das DirectX 9 April-Update und den passenden GPU-Client, der aus dem Graphic User Interface (kurz: GUI) und der Visualisierung der Daten besteht. Am Rande sei bemerkt, dass zwar auch mit dem schon lange erhältlichen Catalyst 6.5 ein Testen möglich ist, dann jedoch mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit. Die Treiber Catalyst 6.6 - 6.9 können allesamt keine Unterstützung liefern.


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