AMD Kaveri: Erste Marktpreise durchgesickert

AMDDer finanziell angeschlagene Prozessorhersteller AMD steht unmittelbar vor der Veröffentlichung der Kaveri-Prozessoren. Die vierte Generation der sogenannten Accelerated Processing Units (APUs), bei denen es sich um eine Kombination aus CPU und GPU handelt, wird angeblich noch im Dezember das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Entsprechende Modelle werden allerdings erst im Januar den Einzelhandel erreichen. Seit der Einführung wurden bereits über 100 Millionen APUs verkauft. Die bevorstehenden Kaveri-Prozessoren sollen diese Zahlen nochmals ankurbeln.

In den Weiten des Internets sind inzwischen erste Preisangaben zu den zwei bekannten Modellen A10-7850K sowie A10-7700K aufgetaucht. Bei einem US-amerikanischen Onlineshop können die noch nicht erschienenen Produkte für 189 respektive 167 US-Dollar vorbestellt werden. Umgerechnet sind das 137 und 121 Euro. Computerhardware ist hierzulande jedoch teurer als in den Vereinigten Staaten, weswegen sich die Europreise zumindest zu Beginn an den Dollarpreisen orientieren werden.

ModellModule / ThreadsTakt / TurboL2-CacheGrafikeinheitTDPPreis
A10-7850K2 / 43,7 / 4,0 GHz4 MiBR7 XXX95 Watt$189
A10-7700K2 / 43,5 / 3,8 GHz4 MiBR7 XXX95 Watt$167
A10-6800K2 / 44,1 / 4,4 GHz4 MiBHD 8670D100 Watt$142
A8-6600K2 / 43,9 / 4,2 GHz4 MiBHD 8570D100 Watt$112

Der A10-7850K kommt mit zwei Modulen und folglich vier Integerkernen daher, die mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 GHz und mit einer Turbotaktfrequenz von 4,0 GHz betrieben werden. Der 95-Watt-Prozessor besitzt darüber hinaus einen 4 MiB großen L2-Cache und eine 512 Shadereinheiten starke Grafikeinheit. Der A10-7700K besitzt mit 3,5 beziehungsweise 3,8 GHz etwas niedrigere Taktraten. Außerdem verfügt die Grafikeinheit der abgespeckten APU lediglich über 384 Shadereinheiten.

Die neuen APUs der Kaveri-Generation kommen erstmals mit Steamroller-Modulen daher, bei denen es sich um die dritte Stufe der mit Bulldozer eingeführten Modulbauweise handelt. Wie die Fachpresse unlängst vermeldete, könnte Steamroller sogar ein Wendepunkt für AMDs Prozessorsparte sein. Überdies besitzen die Kaveri-APUs erstmals eine GCN-basierte Grafikeinheit, in welcher folglich eindimensionalen Shadereinheiten werkeln. Dies steigert die Effizienz und vor allem in GPU-Computing-Performance.


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1 Kommentar

1.) Crimson II 11.12.2013 - 19:57 Uhr
Irgendwie unschlüssig diese Namen. Kann gut sein das die im Handel erhältlichen APU anders heißen werden. A= APU; 10= stärkste Ausführung der Grafikeinheit. Es ist also sehr unwahrscheinlich das es einen A10-7700 geben wird und wieso einen A10-7850K und nicht der Übersichtlichkeit halber A10-7800K?!

Sollte AMD es dagegen geschafft haben eine APU zu entwickeln die mit den Intel in der Preisregion mithalten kann, dass ist das auf alle fälle ein positive Nachricht für AMD. Bin da aber sehr skeptisch, dass die angaben viel Wahrheitsgehalt haben.