Radeon R9 290X mit Blackscreen-Problem

AMDLetzten Monat stellte der Prozessorhersteller AMD die Radeon R9 290X offiziell vor, die mehr oder weniger erfolgreich gegen die Geforce GTX Titan abschnitt. Bereits im langsameren Quiet-Modus erzielt der Hawaii-Ableger eine ähnliche Performance wie die bis dahin schnellste Single-GPU-Grafikkarte. Im stromhungrigen Uber-Modus hat die Geforce GTX Titan letztendlich keine Chance mehr in diesem Duell. Mit der Veröffentlichung der Geforce GTX 780 Ti hat sich die Situation jedoch wieder geändert. Die neue Nvidia-Karte, die einen voll ausgebauten GK110-Grafikprozessor besitzt, sticht die Radeon R9 290X in den meisten Benchmarks aus.

Vor etwa zwei Wochen berichteten wir erstmals über Probleme mit der neuen Hawaii-Karte. Aufgrund schwankender Lüfterdrehzahlen wurden die Modelle unterschiedlich stark gedrosselt, was zu relativ großen Leistungsschwankungen führte. Diesen Fehler beseitigte AMD sehr zügig durch ein Treiber-Update. Inzwischen macht allerdings ein weiteres Problem die Runde. Einige Spieler beklagen sich über sporadisch auftretende Blackscreens, die das System anstürzen lassen. Dabei handelt es sich eigentlich um einen typischen OC-Fehler, doch diesmal offensichtlich nicht.

AMD Radeon R9 290X

Auch unübertaktete und unangetastete Modelle sind von den Blackscreens betroffen, bei denen der Monitor ohne Vorwarnung nur noch ein schwarzes Bild zeigt. An dieser Stelle sorgt lediglich ein Cold-Reset für zwischenzeitliche Abhilfe. Es ist zwar lediglich ein geringer prozentualer Anteil an Grafikkarten fehlerbefallen, aber dennoch sind zahlreiche Besitzer einer Radeon R9 290X unmittelbar betroffen. Vermutlich ist es kein Hardware-Defekt, sondern ein Problem mit dem Grafik-BIOS oder dem Treiber.

Bei einigen Blackscreens wurde angeblich eine auf 11,0 Volt abgesunkene GDDR5-Spannung beobachtet, obwohl der Grafikspeicher mindestens 11,5 Volt benötigt. Hier scheinen besonders die Chips von Elpida beziehungsweise Micron anfällig zu sein, während die Hynix-Chips in der Regel keine Auffälligkeiten zeigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wissen wir nicht, wie und vor allem wann AMD das Problem lösen wird. Bestenfalls bringt der Prozessorhersteller in den nächsten Tagen ein Treiber-Update. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.


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