Microsoft-CEO tritt zurück - Xbox-Sparte ade?

MicrosoftIn den zurückliegenden Tagen konnten wir mit zahlreichen interessanten Newsmeldungen aufwarten. Wir berichteten zum Beispiel über die bevorstehende Kooperation zwischen Nvidia und Ubisoft, um dem Endkunden ein noch besseres Spielerlebnis zu gewährleisten, und über neue Prozessoren der R-Serie für Embedded Systems von AMD. Darüber hinaus konnten wir diverse Neuigkeiten auf dem Markt für Tablet-Computer offenbaren und wir berichteten über die Radeon HD 8970M auf der diesjährigen Gamescom in Köln. Überdies vermeldeten wir, dass die Fachzeitschrift c't auf eine 60-FPS-Limitierung bei den Notebooks mit Nvidias Optimus-Technologie gestoßen ist.

Microsoft-Logo

Bereits am zurückliegenden Freitag gab Steve Ballmer, Chief Executive Officer (CEO) von Microsoft, überraschenderweise bekannt, dass er innerhalb eines Jahres zurücktreten und in den Ruhestand gehen werde. In den kommenden Monaten wird sich der 57-Jährige allerdings noch mit der Suche nach einem passenden Nachfolger befassen. Extra zu diesem Zweck hat Microsoft einen Ausschuss gebildet, an dem auch Bill Gates, Gründer und ehemaliger CEO von Microsoft, beteiligt ist. Für Microsoft kommen sowohl interne als auch externe Kandidaten in Frage. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird Ballmer weiterhin seiner Aufgabe nachgehen, Microsoft in ein Geräte- und Dienstleistungsunternehmen umzuwandeln.

Der Analyst Rick Sherlund hält nun einen Machtkampf für realistisch, dessen Opfer möglicherweise die Xbox One sein könnte. Bereits im diesjährigen April hat ValueAct Capital für zwei Milliarden US-Dollar ungefähr ein Prozent des Branchenriesen erworben. ValueAct Capital griff in der Vergangenheit des Öfteren zu drastischen Maßnahmen, um ein Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Nun möchte ValueAct Capital offenbar einen Sitz im Microsoft-Aufsichtsrat erhalten und danach wird angeblich der Verkauft der Xbox-Sparte in Betracht gezogen, da der Softwarehersteller damit bislang kaum Geld verdient hat.

Bis zum tatsächlichen Verkauft sollte es allerdings noch eine Weile dauern - falls es überhaupt dazu kommt. Hier kommt es natürlich auch auf den Nachfolger von Steve Ballmer an, denn immerhin hat der CEO eines Unternehmens immer noch die Fäden in der Hand. Wir halten Sie diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden.


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3 Kommentare

3.) rizawi 28.08.2013 - 00:16 Uhr
Bei der aktuellen Presse und den Voraussichten im Vergleich zur PS4, wer soll die Sparte zu einem gescheiten Preis kaufen, der ein Interesse daran hat einen Midendbarebone voll NSA Spionagesoftware und CRM weiter zu produzieren^^?
Nicht das ich es ausschliesse, ich sag nur die Aktien stehen schlecht ohne das MS drauf steht. Eher geht das ganze dann an jemanden der die "Innereien" sprich Lizenzen und Kram verwertet, was auch für den PC kein guter Tag wär, weil das nächste Kinect dann vermutlich nicht mehr ganz so Windowskompatibel wäre...
2.) KodeX 27.08.2013 - 17:51 Uhr
Nur weil die Xbox-Sparte eventuell verkauft wird, wird die Xbox One doch nicht vom Markt verschwinden.
1.) rizawi 27.08.2013 - 17:48 Uhr
Ich glaub für die Konsolen wäre das kein guter Tag, die PS allein hat es nicht so einfach gegen den PC wie in Combo mit der Xbox. Iwie hab ich das Gefühl das könnte dann ruckzuck wieder die Seitensparte werden die es mal war^^.