Performance: Xbox One vs. Playstation 4

SonyMicrosoft und Sony haben ihre neuen Spielekonsolen zwar bereits der Öffentlichkeit präsentiert und die Endkunden können die Produkte bereits vorbestellen, doch sowohl die Xbox One als auch die Playstation 4 werden erst in einigen Monaten ausgeliefert. Wie wir vor kurzem berichteten, sind die neuen Spielekonsolen zumindest in den USA bereits ausverkauft. Überdies vermeldeten wir, dass die Xbox One mit etwas stärkeren Komponenten daherkommen wird als angenommen und wir berichteten über ein Interview mit Mark Cerny, Chef-Entwickler der Playstation 4, der die Sony-Spielekonsole für flexibler als einen Desktop-Computer hält.

Auf der diesjährigen Spielemesse E3 hat sich Microsoft mit seiner Xbox One nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die ansehnlichen Grafik-Demos der kommenden Spielekonsole liefen offenbar auf Desktop-Computern mit Nvidia-Grafik. Seitdem lässt der Branchenriese nichts unversucht, den Endkunden die Xbox One wieder schmackhaft zu machen.

Microsoft Xbox One

Die Kollegen von EuroGamer.net haben inzwischen einen sehr interessanten Testbericht verfasst, in dem die Performance der Xbox One mit der der Playstation 4 in herkömmlichen Benchmarks verglichen wird. Die beiden Spielekonsolen wurden durch zwei Desktop-Computer simuliert, die zumindest in der Theorie mit einer ähnlichen Geschwindigkeit daherkommen. Da sowohl die Xbox One als auch die Playstation 4 über eine GCN-basierte Grafikkarte verfügen, ist ein solcher Vergleich sogar mehr oder weniger realistisch.

Die Performance der Microsoft-Spielekonsole wurde durch eine heruntergetaktete Radeon HD 7850 simuliert, während die Performance der Playstation 4 durch eine heruntergetaktete Radeon HD 7870 erreicht wurde. Das Restsystem bestand aus einem Core i7-3770K mit einer Taktfrequenz von 4,3 GHz und einem 16 GiB großen DDR3-1600-Arbeitsspeicher. Vor allem der Prozessor passt hier nicht ins Bild, da die neuen Spielekonsolen eine Jaguar-basierte Achtkernlösung von AMD besitzen. Der wichtige Vergleich in puncto Grafikleistung ist allerdings nachvollziehbar.

Sony Playstation 4

Obwohl die Playstation 4 mit einer 41 Prozent höheren Rechenleistung daherkommt, beträgt die tatsächliche Performance-Differenz lediglich 24 Prozent. Die theoretische Performance wird also nicht eins zu eins umgesetzt, was mit Gewissheit nicht auf eine CPU-Limitierung zurückzuführen ist. Dementsprechend sollte die Xbox One der Playstation 4 gar nicht so sehr unterlegen sein wie wir es ursprünglich angenommen hatten. Über eine leichte Anpassung der Grafikqualität könnte das Microsoft-Produkt sogar ähnliche Bildraten erreichen.

Nichtsdestotrotz ist diese Simulation nur sehr bedingt auf die Realität übertragbar, denn Spielekonsolen lassen sich kaum mit einem Desktop-Computer nachstellen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Xbox One sowie die Playstation 4 ihr theoretisches Leistungsvermögen besser nutzen, sollte der tatsächliche Performance-Unterschied ein Stück größer ausfallen. Möglicherweise sind wir nach dem Verkaufsstart der beiden Spielekonsolen schlauer.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare