AMD verbucht erneut geringe Verluste

AMDUm den US-amerikanischen Prozessorhersteller AMD steht es seit geraumer Zeit nicht mehr so gut wie noch vor einigen Jahren. Bereits im ersten Quartal 2013 erwirtschaftete das Unternehmen aus Sunnyvale einen Negativrekord-Umsatz von lediglich 1,088 Milliarden US-Dollar. Die Verluste schlugen mit 146 Millionen US-Dollar glücklicherweise nicht allzu sehr zu Buche, aber trotzdem tauchten in den Weiten des Internets erneut Übernahmegerüchte auf. Die Konkurrenten Intel und Nvidia fahren zurzeit wesentlich besser als AMD, da beide Unternehmen in den zurückliegenden Jahresvierteln in der Regel Gewinne erzielten. Erst gestern präsentierte Intel die Zahlen für das zweite Quartal 2013.

.Q2 2012Q3 2012Q4 2012Q1 2013Q2 2013
Umsatz1.413 Mio. $1.269 Mio. $1.155 Mio. $1.088 Mio. $1.161 Mio. $
Gewinn37 Mio. $-157 Mio. $-473 Mio. $-146 Mio. $-74 Mio. $

AMD hat in dieser Zeitspanne einen mageren Umsatz von 1,161 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Dies ist zwar eine kleine Verbesserung des ersten Jahresviertels, doch im gleichen Quartal des Vorjahres konnte der Prozessorhersteller noch 1,413 Milliarden US-Dollar umsetzen. Der Umsatz ging also um ungefähr 18 Prozent zurück. Die Verluste des Unternehmens im zweiten Quartal 2013 betrugen etwa 74 Millionen US-Dollar, während man im gleichen Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 37 Millionen US-Dollar verbuchen konnte.

Grund zur Sorge bereitet überraschenderweise die Grafik-Sparte, mit der AMD bislang einen regelmäßigen Gewinn erwirtschaftete. Im zurückliegenden Jahresviertel sank der Umsatz dieser Abteilung um 13 Prozent auf nun noch 320 Millionen US-Dollar. Dennoch verbuchte die Grafik-Sparte keine Verluste - aber auch keine Gewinne mehr, denn für das zweite Quartal 2013 steht an dieser Stelle eine Null.

Der gesunkene Umsatz ist hauptsächlich auf den schwachen PC-Markt zurückzuführen. Vergangene Woche konnten wir diesbezüglich mit konkreten Zahlen aufwarten. Laut den Analysten von Gartner und der International Data Corporation (IDC) ist der Markt für Desktop-Computer im zurückliegenden Jahr um ungefähr elf Prozent zurückgegangen. Das geringere Interesse an herkömmlichen Computern ist natürlich auf den Smartphone- und Tablet-Markt zurückzuführen, in dem AMD zurzeit kaum präsent ist.


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