DDR3-Weltrekord auf der Computex

RamDie diesjährige Computex schließt heute ihre Pforten, doch wir konnten bereits zahlreiche interessante Meldungen bringen. Der US-amerikanische Prozessorhersteller Intel hat zum Beispiel seine neuen Haswell-Prozessoren für Ultrabooks veröffentlicht, während der Konkurrent AMD seine Richland-Mikroarchitektur offiziell vorstellte. Außerdem präsentierte das Unternehmen erstmals lauffähige Kaveri-APUs, die bereits im vierten Quartal 2013 erscheinen sollen. Vom Grafikspezialisten Nvidia konnten wir zwar weniger berichten, doch immerhin haben wir herausgefunden, dass die Geforce GTX 760 in wenigen Tagen erscheinen wird.

G.Skill-DDR3-OC-Ergebnis

Am heutigen Samstag können wir noch mit einem Weltrekord, aufgestellt von den berüchtigten Übertaktern Christian Ney, Hiwa und Shamino, aufwarten. Ein DDR3-Modul des Herstellers G.Skill konnte auf der Computex auf 2.115,6 MHz (DDR3-4231) übertaktet werden. Der DDR3-3000-Arbeitsspeicher, der unter der Bezeichnung "F3-3000C12-4GTXDG" läuft, kommt mit den Latenzen 12-15-15-38 daher, benötigt eine Betriebsspannung von 1,65 Volt und ist mit Hynix-MFR-Chips bestückt. Als Mainboard kam ein Asus Maximus VI Impact für den Haswell-Sockel LGA 1150 zum Einsatz.

Sowohl der Prozessor als auch der Arbeitsspeicher wurden beim Weltrekord mit Flüssigstickstoff gekühlt. Es ist durchaus überraschend, dass diese Taktfrequenz ausgerechnet auf einem Haswell-System zustande gekommen ist, da wir gestern noch vom schlechten OC-Potenzial der neuen Prozessoren berichteten. Es wurde übrigens nie zuvor eine Taktfrequenz von über 2.000 MHz (DDR3-4000) erreicht.


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7 Kommentare

7.) KodeX 09.06.2013 - 12:35 Uhr
In solchen OC-Versuchen geht es ja ausschließlich um den Rekord und nicht um den Nutzen. Man müsste also eher fragen, ob sich DDR3-3000 lohnt. Für die iGPU bestimmt, nur ich glaube dann kann man sich direkt eine separate Grafikkarte kaufen, denn der Arbeitsspeicher ist teuer.

Es gibt aber auch einige Anwendungen, die stark von schnellerem Arbeitsspeicher profitieren, z.B. WinRAR. Die Reaktionszeit von gutem RAM ist sowieso immer ungefähr gleich. z.B. hat DDR2-800 CL4 die gleiche Reaktionszeit wie DDR3-1600 CL8. Dafür hat der schnellere Arbeitsspeicher aber die doppelt so hohe Speicherbandbreite.
6.) Luk Luk 09.06.2013 - 00:23 Uhr
Naja, schneller RAM bringt am meisten für die iGPU. Danach profitieren höchstens noch rechenintensive Programme, Spiele dagegen profitieren nur um wenige Prozentpunkte.
Latenz ist natürlich auch ein Thema, wobei ich mal einen reinen Latenz-Vergleichstest interessant fände.
5.) rizawi 09.06.2013 - 00:15 Uhr
Die Frage ist eher, was bringt das ausser viel Hitze? ... Man könnte ja fast meinen der RAM wär der Flaschenhals in solchen Systemen und das wo genug noch ihre Programme und Daten auf ner HDD haben.
Und wenn man sich's ausrechnet, reagiert meist durch die extrem schlechte Latenz im Normalbetrieb der RAM eher langsamer als gescheiter DDR3-1600G. Wofür man die reine Übertragungsspeed braucht wüsste ich gern mal, ich seh nicht mal das DDR2-800 ausgereiz wird...
4.) KodeX 08.06.2013 - 18:22 Uhr
Ja, da kommt es hauptsächlich auf den Speicher an. Es ist aber trotzdem verwunderlich, dass vorher nie ein Modul auf über 2.000 MHz gekommen ist und mit dem Haswell-Prozessor direkt über 2.100 MHz drin sin.
3.) Luk Luk 08.06.2013 - 17:05 Uhr
Naja, mein Ivy Bridge geht auch nicht über 4,3GHz. Alles darüber erfordert erheblich mehr Spannung, was allerdings durch die Hitzeentwicklung nicht machbar wird, und da Haswell auch nur WLP zwischen DIE und Header hat, hab ich auch nicht allzu viel erwartet.
Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber hängt die Übertaktung des RAMs nicht zum großen Teil von dem RAM selbst ab? Der Mem-Controller spielt da ja irgendwo eine Rolle, aber die war mir nie sonderlich groß, wenn's ums Übertakten von RAM geht. Außerdem ist ja gerade der Speichercontroller eine Komponente, die nicht beim Erhöhen des Multiplikators übertaktet wird^^
2.) KodeX 08.06.2013 - 16:54 Uhr
Schon, aber ich finde es trotzdem überraschend, dass gerade der OC-Muffel Haswell für Speicher-OC so viel besser geeignet ist als alle anderen Prozessorgenerationen vorher.
1.) Luk Luk 08.06.2013 - 16:04 Uhr
Quote:
Es ist durchaus überraschend, dass diese Taktfrequenz ausgerechnet auf einem Haswell-System zustande gekommen ist, da wir gestern noch vom schlechten OC-Potenzial der neuen Prozessoren berichteten.


Naja, RAM Übertaktung und CPU Übertaktung sind ja auch zwei Paar Schuhe.