3D für zu Hause überzeugt viele nicht

InternIn unserer letzten Umfrage fanden wir heraus, dass nur 11 Prozent unserer Webseitenbesucher einen 3D-Monitor oder -Fernseher besitzen. Wie viele davon die 3D-Funktionalität auch tatsächlich nutzen, erfasste die Umfrage nicht. 13 Prozent sahen keinen Grund, auf ein 3D-fähiges Bildausgabegerät zu wechseln, da sie bereits ein gutes HD-Gerät besitzen.

Über ein Viertel der Umfrageteilnehmer, und damit die meisten, wollen zu Hause keine 3D-Technik haben. Dies ist mehr oder minder auch das Fazit unserer Umfrage. Aber es gibt Potential: 11 Prozent der Umfrageteilnehmer könnten sich nämlich für die 3D-Technik erwärmen, jedoch nicht zu den aktuellen Preisen, die die 3D-Geräte und -Medien kosten.

Jeder Vierte stört sich an der Brille, die man bei der aktuellen 3D-Technik tragen muss, um den 3D-Effekt zu sehen. Dies ist ebenfalls ein großer Anteil unserer Leserschaft. Hier könnten neue Techniken, die brillenloses 3D ermöglichen, Abhilfe schaffen. Die aktuell bekannten Techniken dazu sind aber noch teuer. Es werden beispielsweise ganze Linsensysteme in den Fernseher integriert, was den Preis erheblich anhebt und somit die Attraktivität stark reduziert.

Warum (noch) keinen 3D-TV/Monitor zu Hause?

Hinzu kommt, dass vier Prozent der Konsumenten durch die Inkompatibilität der verschiedenen 3D-Techniken verunsichert sind. So gibt es 3D-Monitore, die nur mit Nvidias Grafikkarten funktionieren. Es gibt die Shutterbrillentechnik mit aktiven Brillen. Es gibt die Polarisationstechnik, die mit billigeren, passiven Brillen auskommt. Microsoft hat mit DirectX 11.1 bereits auf das 3D-Chaos reagiert und natives 3D in die Schnittstelle integriert, doch leider wird DirectX 11.1 bisher nur von Windows 8 vollständig unterstützt.

Ebenfalls vier Prozent der Umfrageteilnehmer finden das Angebot an 3D-Filmen nicht überzeugend oder wechseln aus sonstigen Gründen nicht zur 3D-Technik. Ein paar Blockbusters im Jahr kann man sich schließlich auch im Kino anschauen, so die Devise.

Weitere 3 Prozent der Umfrageteilnehmer sind mit der Auswahl der 3D-Monitore nicht zufrieden. Dies könnte daran liegen, dass die meisten 3D-Monitore mit einem TN-Panel ausgestattet sind, die zwar einen schnellen Bildaufbau ermöglichen und so auch mit 120 Hz betrieben werden, jedoch vergleichsweise schlecht bei der Farbraumabdeckung und der Blickwinkelstabilität sind. Inzwischen gibt es aber auch 3D-Monitore mit IPS-Panels, so etwa den Fujitsu P23T-6 FPR 3D. Hier wird nicht mit der Shuttertechnik gearbeitet, dafür wäre der Bildaufbau mit lediglich 60 Hz zu langsam. Es wird die Polarisationstechnik verwendet, die wiederum bei dem betreffenden Monitor als Nachteil hat, dass die Auflösung im 3D-Modus sich halbiert. Mit dem aktuellen Trend zu höheren Auflösungen (2K und 4K Auflösungen) könnte sich dieser Nachteil in Zukunft jedoch komplett egalisieren.

Dennoch bleibt das Thema 3D ein zweischneidiges. Es hat Potential, große Wirkung zu hinterlassen, allerdings lauern derzeit noch zu viele Stolpersteine, die sicher voraussagen ließen, dass es sich hier um eine Technik der Zukunft handelt.


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2 Kommentare

2.) rizawi 18.12.2012 - 15:24 Uhr
Was Filme angeht kann ich mich dem anschliessen. Erst mal läuft es nur mit iso's gescheit weil FSBS, interleaved Filme etc. besagte Kompatibilitätsprobleme, Wiedergabestörungen, Einstellungsdebakel hervorrufen und dann gibt es vielleicht 10 gescheite Filme in 3D, wenn man es drauf anlegt, die dann wahnsinnige 450GB belegen. Dank der Paranoia der Studios ist hdmi das schlechteste aktuelle Anschlusssystem überhaupt, demzufolge kann man nicht mal auf Original zurückgreifen. Mir kommt keine Hardware ohne DualDVI und AUX ins Haus. Nicht zu vergessen das BluRay die gleichen Nachteile hat wie DVDs und noch mehr. Teuer, platzintensiv, laut, abspielaufwändig, Werbung(ich hasse das Vorgeplänkel bei Filmen, Start heisst Film ab in englisch)...
Die ganzen konvertierten Sachen sind auch nicht wirklich der Bringer, ob nun selbst oder nachträglich vom Studio, eig. alle Filme die nicht zu über 50% in gescheitem 3D sind, die Szenenwechsel/Verzerrungen reissen mich extrem raus.

Ich hab trotzdem zusätzlich dafür investiert und meinen PC darauf umgerüstet, weil in jeglichen Spielen ist es absolut der Hammer. Skyrim, Metro, Dirt 3 oder auch viele ältere Spiele werden dadurch erst richtig fetzig. Jahre lang hat man versucht 3D in 2D zu emulieren, jetzt hat man 3D und es erhöht im wahrsten Sinne des Wortes die Spieltiefe und zwar auf ein reales Level. Selbst wenn ein Spiel wie Risen z.b. von sich aus nicht so gut aussieht, wird es durch 3D lebendiger.
1.) core 16.12.2012 - 14:26 Uhr
Bei mir ist das eine Mischung aus allem.

Natürlich stören erst einmal die Brillen und ich habe schon einen relativ neuen Flatscreen an der Wand hängen, der nicht ganz billig war und mit dem ich nach wie vor super zufrieden bin. Hätte ich mehr für einen 3D TV bezahlt? Ganz klares nein! Um dann für eine Hand voll HD Filme, passende Zuspieler noch tiefer in die Tasche zugreifen, mich evtl. mit Kompatibilitäten rumzuärgern –im Grunde für bescheidenen 3D Effekte?!?

Ich habe hier einiges an Blurays und noch mehr DVDs rumliegen. Auch auf meinem Server haben sich einige TB an Material angesammelt- ich liebe gute Filme und auch Serien aber 3D reizt mich bis heute nicht.