GT 640 auf „Kepler“-Basis offiziell

NvidiaBereits seit dem 24. April werden Grafikkarten unter der Bezeichnung Geforce GT 640 auf dem OEM-Markt verkauft. Bei diesen Modellen handelt es sich jedoch nicht um „Kepler“-Karten, sondern diese basieren noch auf dem GF116, welcher der älteren „Fermi“-Architektur angehört. Nun hat Nvidia - pünktlich zum Start der Computex - eine neue Variante der GT 640 vorgestellt, die mit dem GK107-Grafikprozessor auf „Kepler“-Basis ausgestattet ist. Laut Nvidia soll die Karte einen Gegenpol zu der HD 6670 und der HD 7750 von AMD darstellen.

.GT 640 (1)GT 640 (2)HD 6670HD 7750 (1)HD 7750 (2)
Transistoren1,17 Mrd.k. A.0,72 Mrd.1,5 Mrd.1,5 Mrd.
Fertigung40 nm28 nm40 nm28 nm28 nm
Chiptakt720 MHz900 MHz800 MHz800 MHz900 MHz
Turboneink. A.neinneinnein
Shadertakt1.440 MHz900 MHz800 MHz800 MHz900 MHz
Shadereinheiten144 (1D)384 (1D)96 (5D)512 (1D)512 (1D)
Rechenleistung414 GFLOPs691 GFLOPs768 GFLOPs819 GFLOPs922 GFLOPs
TMUs2432243232
Texelfüllrate17,3 GT/s28,8 GT/s19,6 GT/s25,6 GT/s28,8 GT/s
ROPs121681616
Pixelfüllrate8,6 GP/s14,4 GP/s6,4 GP/s12,8 GP/s14,4 GP/s
Speichermenge1,5 GB GDDR31 GB GDDR31 GB GDDR51 GB GDDR51 GB GDDR5
Speichertakt891 MHz900 MHz2.000 MHz2.250 MHz2.250 MHz
Speicherinterface192 Bit128 Bit128 Bit128 Bit128 Bit
Bandbreite42,8 GB/s28,5 GB/s64,0 GB/s72,0 GB/s72,0 GB/s
TDPk. A.65 Watt66 Watt55 Watt55 Watt
Preisk. A.ca. 85 €ca. 55 €ca. 90 €k. A.


Die neue Geforce GT 640 verfügt über 384 Shadereinheiten sowie 32 Textur- und 16 Rastereinheiten, die allesamt mit 900 MHz betrieben werden. Der 1 GB große GDDR3-Speicher taktet mit 900 MHz und ist mit einem 128 Bit breiten Speicherinterface an die GPU angebunden. Die GT 640 auf „Fermi“-Basis ist logischerweise vollkommen anders aufgebaut. Diese besitzt 144 Shadereinheiten, welche mit 1.440 MHz betrieben werden. Der Chiptakt, mit dem die 24 TMUs und die 12 ROPs befeuert werden, beträgt 720 MHz. Im Gegensatz zu der neuen GT 640 besitzt das alte Modell ein 192 Bit breites Speicherinterface und der Speicherakt (1,5 GB GDDR3) beträgt 891 MHz.

Laut unseren Hochrechnungen dürfte der GK107-Abkömmling mindestens 30 Prozent schneller als die GF116-Karte sein. In Anbetracht dieses hohen Leistungsunterschieds halten wir die gleiche Benennung für zwei vollkommen verschiedene Grafikkarten - eine Tatsache an der Nvidia voraussichtlich nichts ändern wird - für unzumutbar.
In ersten Tests schneidet die neue Geforce GT 640 allerdings eher schwach ab. Mit viel Wohlwollen erreicht die Karte das Niveau einer HD 6670, während die HD 7750 in weiter Ferne weilt. Da AMD den Takt der HD-7700-Karten vor zwei Tagen angehoben hat sieht es leistungstechnisch sogar noch düsterer für die GT 640 aus. Die Leistungsaufnahme der Geforce sticht dagegen positiv heraus, hier benötigt man unter Last rund 20 Watt weniger Strom als die beiden Konkurrenten.


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