CES: Erste AMD 800er-Boards gesichtet

AMD Auf der CES an sich sowie in den Weiten des Internets sind in den vergangenen Tagen erste Bilder und Spezifikationen von Mainboards mit AMDs neuster Chipsatzgeneration aufgetaucht. Die Onboardgrafik wird maximal DirectX 10.1 unterstützen und gerüchteweise auf einen RV620-Grafikkern setzen und damit nur wenig besser sein als der bisher verwendete RV610. Konkret handelt es sich hierbei um ein MSI-Mainboard mit AMDs neuer High-End-Variante, den 890FX (RD890), zwei ECS-Mainboards mit verlötetem AMD 790GX-Nachfolger AMD 890GX (RS890D) sowie ein Asus-Mainboard mit „RS890“-Chipsatz.

Asus M4A89GTOD Pro auf der CES 2010

Dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allerdings nicht der Verkaufsname der Northbridge sein. Vielmehr dürfte es sich hier um den Nachfolger der AMD 785G (RS880) handeln und dementsprechend im Handel AMD 880G oder AMD 890G(T) heißen. Letzteres ist aufgrund des Produktnamens „M4A89GTOD PRO“ am wahrscheinlichsten. Die verbaute SB800 soll viele Verbesserungen bieten, bis auf S-ATA III (korrekt: S-ATA 6.0 Gbit/s) sind aber bisher leider keine Details bekannt. Das Board bietet weiterhin eS-ATA, GBit-Lan, 7.1-Sound und alle anderen heute als normal anzusehenden Merkmale. Spezieller sind die Unterstützung von DDR3-Speicher mit Taktraten von bis zu DDR3-1800 sowie die IGP-Übertaktungsfunktion „GPU NOS“ sowie die CPU-Overclocking-Anwendung „TurboV“.

MSI 890FX-GD70 auf der CES 2010

MSIs erster bekannter Ableger wird den Namen 890FX-GD70 tragen und so die Nachfolge des beliebten 790FX-GD70 antreten müssen. Das Board soll mit AMDs ebenfalls neuer SB850 daherkommen (6x S-ATA III, 12x(?) USB 2.0) sowie einem USB 3.0-Chip von NEC. Das Board richtet sich mit einer 5-Phasen digitalen PWM-Spannungsversorgung sowie sechs PCIe 2.0 x16-Steckplätzen (im Crossfire-Betrieb elektrisch geringer angebunden als x16) vor allem an Enthusiasten und Overclocker. Der Betrieb mit vier HD 5870-Grafikkarten im Quad-CrossfireX soll laut MSI bereits funktionieren. MSIs hauseigene Technologien DrMOS und APS (Active-Phase-Switching) sind ebenfalls wieder mit an Bord.

Bild des ECS A890GXM-A

ECS präsentiert, wie oben bereits erwähnt, gleich zwei Mainboards auf AMD 890GX-Basis. Einmal die High-End-Variante aus der „ECS Black-Series“ namens „A890GXM-A“ sowie den kleinen Bruder „IC890GXM-A“. Letztere Version richtet sich eher an „Durchschnitts-User“ und wurde vor allem um eine aufwendige Spannungswandler-Kühlung sowie einige Chips beraubt. So unterstützt das „IC890GXM-A“ DDR3-1600 anstatt DDR3-1800, bietet nur ein statt zwei GBit-Lan- sowie zwei statt drei PCIe 2.0 x16-Anschlüsse und auch keinen HDMI- bzw. Display-Port-Ausgang am I/O-Shild. Zudem ist von langsamerem Sideport-Speicher auszugehen. Die restliche Ausstattung ist nahezu identisch. USB 2.0 – ECS verzichtet hier noch auf extra Controller –, fünf S-ATA III-Ports sowie einmal eS-ATA, der AMD SB850 und 7.1 Audio von Realtek.

Bild des ECS IC890GXM-A

Als Erscheinungstermine werden für die AMD 890FX sowie AMD 890GX-basierenden Boards März bis April genannt. Alle Mainboards mit „kleineren“ Chipsätzen werden etwa einen Monat länger auf sich warten lassen, was den Verzögerungen der SB800 (oder auch SB810) geschuldet ist.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare