ATI Stream startet durch

ATINvidia hat sehr früh angefangen, mit CUDA zu werben und konnte mit PhysX die Popularität auch im Desktop-Markt stark erhöhen. ATI Stream fristete dagegen bis heute eher ein Schattendasein.
Dies will AMD aber mit den neuen DirectX 11-Grafikkarten anscheinend ändern.

Im Gegensatz zu Nvidia setzt AMD aber nicht auf eine eigens entwickelte API, sondern auf die Open Source-Programmierplattform OpenCL. Zwei Tage vor der offiziellen Produktvorstellung der neuen HD 5xxx-Serie gab man nun in einer Pressemitteilung bekannt, dass man für die neuen GPUs die OpenCL-Zertifizierung durch die Khronos Working Group erwartet. Bereits am 3. September 2009 ließ man die Implementierung von OpenCL für die eigenen x86-CPUs zertifizieren. Das Ziel von AMD ist dabei, durch die Unterstützung von OpenCL sowohl durch CPU als auch GPU eine ausbalancierte Leistung der Software zu gewährleisten, da diese dann die Arbeit auf alle im Computer vorhandenen Recheneinheiten verteilen kann. Das Unternehmen kündigte zudem noch für dieses Jahr an, eine komplette ATI Stream SDK v2.0 für CPU und GPU zu veröffentlichen. Neben OpenCL unterstützten die neuen DirectX 11-Grafikkarten natürlich auch Microsofts Direct Shader.

Die Hausaufgaben scheint AMD also durchaus gemacht zu haben, bleibt nur die Frage, wie gut sich OpenCL-Anwendungen verbreiten und ob wir bald ein Äquivalent zu PhysX auf Radeon-Grafikkarten sehen werden. Seit dem die beiden Physikspezialisten Ageia durch Nvidia und Havok durch Intel aufgekauft wurden, hat Physik auf AMD-Produkten keine praktische Bedeutung. Nun will man aber mit OpenCL Havok ins Boot holen und fand sogar eine weitere OpenSource Physik-Bibliothek „Bullet Physiks“. Mit „Pixelux“ fand man auch einen Partner für rechenintensive Filmeffekte auf OpenCL-Basis.

AMD wirbt mit OpenCL-Partnern

Zumindest auf der Folie sieht alles vielversprechend aus, doch es bleibt abzuwarten, ob wir auch tatsächlich in zukünftigen Spielen Physik auf OpenCL-Basis oder mit DirectCompute auf DirectX 11-Basis sehen werden und ob und wie schnell ATI Stream den Verbreitungsvorsprung CUDAs aufholen kann.


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7 Kommentare

7.) Phenocore 21.09.2009 - 17:53 Uhr
SirGollum,du hast schon Recht, mit ATI Stream bezeichnet AMD die Technik, dass man eben abseits der Grafik auch andere Aufgaben auf der GPU ausführen kann.
In der News ist der Begriff aber auch extra verlinkt. Ok, ist auf englisch, aber nun ist das ja geklärt.

CUDA (Compute Unified Device Architecture) bezeichnet übrigens auch erst einmal die Technik, dass man auf der GPU auch andere Aufgaben als Grafik berechnen kann, ist aber auch gleichzeitig gleichnamige API bei nVidia. Es gibt also CUDA und die CUDA-API. Während es bei AMD nur eine ATI Stream SDK gibt.

SDK Definition: A software development kit (SDK or "devkit") is typically a set of development tools that allows a software engineer to create applications for a certain software package, software framework, hardware platform.

In unserem Fall also ein software development kit für eine Hardware-Plattform.

Die Hardwarenahe API Nahmens "CAL" für ATI-Stream wollte bisher ja kaum jemand nutzen, deswegen ja jetzt der Umschwung und Konzentration auf OpenCL und DirectX 11 DirectCompute
6.) SirGollum 21.09.2009 - 15:52 Uhr
@ Duplex
Ich hoffe das dies mit Open-CL passieren wird ;) ich habe nicht gesagt das es schon so ist :P

Wir haben jetzt noch eine 3. Physik-library die "Bullet-Physik" aber ich denke nicht das Stream zuspät kommt es ist ja keine eigene API, die eigen API war meiner Meinung nach CAL. Stream baut jetzt wie man sehen kann auf OpenCl auf und verwendet ja schon 2 Pyhsik-librarys ;) also denke ich macht AMD alles richtig ;)

Berichtigt mich wenn das mit der API nicht stimmt!
5.) Duplex 21.09.2009 - 15:48 Uhr
havok bessser und öfters ? wo =D

beide physik "hersteller" sind net gerade unterschiedlich voneinander


meinermeinung nach kommt AMDs Stream zu spät , jetzt wo Direkt X11 und OpenCL fertig ist

nvidias Cuda gibts immerhin seit über 1jahr
4.) Madbomb 21.09.2009 - 15:46 Uhr
Ich hoffe stark das man sich mit OpenCL und Direct Shader auf eine einheitliche Physikengine einigt, denke das ist für alle von Vorteil da somit die Verbreitung und Entwicklung besser vorangetrieben wird.
Zumal auch so andere Engines (z.B. KI) auf einen einheitlichen Standard aufsetzen könnten und dort nicht ebenfalls jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht.
3.) w0mbat 21.09.2009 - 14:47 Uhr
Les mal die Folie. Havok ist schon auf OpenCL portiert.
2.) SirGollum 21.09.2009 - 14:17 Uhr
Hört sich wirklich sehr interessant an! Wenn Intel noch auf den OpenCL-Zug auf springt was ich ja hoffe, da dadurch Havok eventuell besser und öfters genutzt wird, muss Nvidia diesen Standard auch unterstützen. Hoffen wir das es kommt!

Edit @ w0mbat: Ja stimmt hab ich ja auch gesehen nur irgendwie nicht richtig gecheckt =/
1.) (th) 21.09.2009 - 14:07 Uhr
OpenCL wird sich hoffentlich weit verbreiten. Hauptsache die Khronosgruppe kriegt die Vergabe immerhin irgendwie geregelt... (nicht wir andere projekte :( )
Ansonsten sind man am Rad auch Havok (im Gelben), worauf ich am meisten gespannt bin.