Windows 7: Ende 2010 und Vista-Anforderungen

MicrosoftNach wochenlangem Schweigen hat Microsoft Windows 7 wieder zur Tagesordnung gemacht und offenbar in den letzten Monaten auch einige grundlegende Fragen bezüglich der Entwicklungen klären können. Zudem scheint nun ein Zeitplan zu stehen, nachdem über diesen zuletzt wild spekuliert wurde. Windows-Chef Steven Sinofsky gab nun klipp und klar gegenüber dem Branchendienst "Cnet" zu Wort, dass eine Veröffentlichung für Ende 2010 geplant ist.

Sinofsky verriet weiter, dass Windows 7 trotz Fortschritt gegenüber Vista ähnliche Systemanforderungen stellen wird. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, wie die Veröffentlichung von Vista zeigte. Es stieg gegenüber XP nicht nur der Speicherverbrauch, sondern auch die Anforderungen an die Grafik wurden deutlich höher - vorausgesetzt, man wollte die "vollen" Funktionen auskosten.

Eine eher bittere Pille ist dagegen die Nachricht zum rudimentär erneuerten Kernel. Diesen wollte Microsoft nach unbestätigten Gerüchten stark aufräumen. Mit lediglich 25 MiB Speicherverbrauch sollte bereits die Hardwareverwaltung und Verbindung mit Netzwerken abgewickelt sein. Jetzt äußerte sich Sinofsky aber eher zurückhaltend und sprach lediglich von einer Weiterentwicklung des Vista-Kernels bzw. des Windows Server 2008-Kernels, der wiederum bereits eine Weiterentwicklung des Vista-Kernels sein soll.

Aufatmen galt es dann wieder in Bezug zur Kompatiblität. Sinofsky versicherte, dass Treiber und Software, die auf Vista funktionieren würden, auch problemlos unter 7 liefen - diese Abwärtskompatiblität bot Vista gegenüber XP nur in beschränktem Maße. Verantwortlich für den "reibungslosen" Wechsel, der insbesondere die Hard- und Software-Hersteller stark freuen sollte, ist ein kaum angerührtes Treibermodell. Bei Vista musste man allein durch die DirectX 10-Unterstützung zwangsläufig an diesem Hand anlegen.

Weitere Neuerungen und allgemein Infos zu Windows 7 will Microsoft auf der Professional Developers Conference (PDC) preisgeben, die diesen Herbst erstmals wieder seit 2005 in Los Angeles abgehalten wird. Schwerpunkt könnte eine neue, innovative Taskleiste darstellen, die zwischenzeitlich schon als Dock à la Mac OS X vermutet wurde. Die Veranstalter der All Things Digital D6 Konferenz haben bereits vergangene Nacht ein Video inklusive Bildern vorgeführt, das die neue Taskleiste zeigt. Sie soll jedoch zum aufgenommem Zeitpunkt noch fehlerbehaftet gewesen sein und in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, weswegen wir von Vorab-Bildern absehen wollen. Weiterreichende Infos sind wie gesagt im kommenden Herbst zu erwarten.


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2 Kommentare

2.) UltraXFX-92 31.05.2008 - 19:20 Uhr
Naja sieht so aus als wärens noch weniger Innovationen als bei Vista

Hoffe wenigstens das es stabiler wird

Aber ich benutz eh Linux da kann es mir egal sein
PS: Mein LinuxKernel ist 24,66MB klein und enthält bereits ein Großteil der Treiber
1.) mieze 30.05.2008 - 03:39 Uhr
Am Ende, so scheint es (mir schwarzseher), wird es wieder im Großen und Ganzen nur ein optisches Update :P
Wenigstens weiß ich nun, dass sich die Beschaffung unter dem Gesichtspunkt des Spielens (DX10) wohl doch lohnt, wenn es doch noch lange bis zum nächsten Windows dauert. Vielleicht nutze ich ja das Angebot von Alternate ;)