Der 300 Euro Gaming PC - Ein Experiment

UnternehmenDie Kollegen von "Tom's Hardware" beschäftigen sich seit geraumer Zeit immer wieder mit der Frage, wie viel Performance man eigentlich aus möglichst wenig Geld herausholen kann. Kürzlich erschien in diesem Zusammenhang ein Artikel unter dem Titel "500$ Gaming PC". Interessant wird das Ganze jedoch erst dadurch, dass 500 US-Dollar mittlerweile ca. 300 Euro entsprechen. Schlägt man heutzutage ein handelsübliches Prospekt der Elektronikgroßmärkte auf, so sieht man für diese Summe nur wenig Brauchbares. In der Regel handelt es sich dabei um völlig fehlkonfigurierte Rechner mit 500 GB-Festplatten, unbrauchbaren Onboard-Grafiklösungen und 1024 MiB RAM oder weniger.

Die Komponenten des Low-Cost PCs wurden dabei mit Bedacht gewählt. Statt beispielsweise auf vergleichsweise "teure" Core 2 Duos zu setzen, versuchte das Team sein Glück mit einem Pentium Dual-Core. Der Gedanke dahinter war, schwächere Komponenten zu wählen, um diese dann auf das Niveau des nächst höheren Modells zu übertakten.
Die Konfiguration (siehe unten) ist selbstverständlich nur eine von dutzenden Möglichkeiten, kann aber als gut durchdacht bezeichnet werden.

Komponenten des 500 Dollar PCs

Selbstverständlich musste der PC auch allen denkbaren Benchmarks standhalten: Getestet wurden unter anderem Crysis, UT3 aber auch ältere Semester wie etwa Prey. Nicht zu kurz kamen dabei auch Anwendungen wie 3D Studio Max, Cinema 4D und Photoshop, die Anhalt über die Multimedia- und Officefähigkeiten geben. An dieser Stelle sei lediglich auf den populären 3D Mark verwiesen, der den meisten Lesern wohl ein Begriff sein dürfte.

3D Mark 2006

Wie man sieht, erreicht die Maschine im Default-Modus etwa 9100 Punkte. Geht man davon aus, dass ein 1500 Euro Rechner in etwa 14000 Punkte erreichen dürfte und 300 Euro wohl das absolute Minimum darstellen, ist das Ergebnis durchaus beeindruckend. Auch aktuelle Titel sollten sich damit, eine moderate Auflösung vorrausgesetzt, flüssig spielen lassen. Unnötig zu erwähnen, dass ein Budget-PC von der Stange mit Onboard-GPU, selten mehr als 500 Punkte erzielt.

Das Fazit der Bastler lautet sinngemäß folgendermaßen: Prinzipiell ist es äußerst schwierig, einen brauchbaren PC in diesem Preissegment zusammenzustellen. Insbesondere der Preis der Grafikkarten macht des öfteren einen Strich durch die Rechnung. Alles in allem ist man mit dem Ergebnis jedoch zufrieden und beweist, dass man auch für relativ kleines Geld eine akzeptable Leistung erzielen kann - die nötige Fachkenntnis und viel Kalkül vorrausgesetzt.


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8 Kommentare

8.) Phenocore 02.05.2008 - 00:05 Uhr
Hallo und willkommen im Forum :)

Es ist ein Pentium Dual-Core. Egal was da sonnst noch irgendwo steht oder stand.

Ich hab jetzt auf der thg-Testseite auch nirgendwo "Celeron" gefunden. Der von dir zitierte Satz ist aber so zu interpretieren, wie du ihn in deinem Beitrag interpretiert hast. Es bleibt ja aber dennoch ein Pentium Dual-core
7.) DIESEL82 01.05.2008 - 22:55 Uhr
@ streamline :

die cpu ist laut autor ein celeron. allerdings trägt der celeron (2x1 mib cache) mittlerweile die bezeichung pentium dual-core.

zitat "Welcome to the new Celeron Core 2 series of processors, which, just to add confusion to the market, gets the Pentium name."

habs jetzt auch nicht so richtig verstanden. vielleicht meint er dass die cpu vom placement am ehesten einem celeron entspricht.
..
ist übrigens mein erster beitrag hier im forum aber meine 10. news inkl. 1er kolumne also hallo erstmal ;)
6.) Phenocore 01.05.2008 - 18:13 Uhr
P35-Platine und der Lüfter wurden verwendet, weil man übertaktet hat^^

Für die P35-Platine spricht übrigens auch die Aufrüstbarkeit. Man kann sich später eine schnelle 45m-CPU drauf packen, die _offiziell_ unterstützt wird. Ich hab jetzt aber nicht nachgeschaut, wie viel man den nun mit einer anderen Platine gespart hätte. Wird sicher nicht soo viel sein...
5.) shawn737 01.05.2008 - 17:42 Uhr
beim mainboard hätte man wirklich sparen können und der extra lüfter wäre auch nicht nötig gewesen, wenn man sich für das extra geld einen C2D boxed gekauft hätte (strom hätte man sicherlich auch gespart, aber das zählt in den usa ja nicht)
4.) KodeX 01.05.2008 - 17:00 Uhr
"In der Regel handelt es sich dabei um völlig fehlkonfigurierte Rechner mit 500 GiB Festplatten, unbrauchbaren Onboard-Grafiklösungen und 1024 MB RAM oder weniger."

Es müsste 500 GB und 1024 MiB heißen und nicht umgekehrt.
3.) Streamline 01.05.2008 - 16:56 Uhr
Das mit dem Celeron -> Pentium ist korrigiert. Aber nein, ich bin nicht der Autor. ;-)

Die Mehrwertsteuer ist nach meiner Umrechnung nicht dabei. Allerdings halte ich auch nicht soviel davon, eine teure P35-Platine in den PC zu stellen...
2.) Phenocore 01.05.2008 - 16:37 Uhr
@Topic
Mit einer Athlon 64-CPU (z.B. Athlon 64 X2 4400+ 65nm) und einer GeForce 9600 GT oder HD3850 256 MB hätte man ein noch besseres System für gleiches Geld gehabt. Ich meine jetzt ohne übertakten.

Weiterer Mangel an der Zusammenstellung ist, dass man nicht weiß, was für ein Netzteil verbaut worden ist. Ein 80+-Netzteil muss heutzutage einfach sein!

Zur News selbst:
Zu der Umrechnung weiß ich jetzt nicht, ob ihr die Mehrwertsteuer mitgerechnet habt. Wenn nicht, sollte man den Euro-Preis dann noch mal nach oben korrigieren

Außerdem wurde laut Tabelle eine Pentium Dual-Core CPU genommen und nicht eine Celeron-CPU wie im Text steht.
1.) dmo60 01.05.2008 - 16:26 Uhr
300€ ist natürlich sehr knapp, mit 500€ ginge nochmal einiges mehr!
aber man darf natürlich auch nicht vergessen, dass so ein billig-system keinerlei leistungsreserven mehr hat, da es ja schon von anfang an bis zum anschlag übertaktet ist. bei teureren komponenten kann man später immer noch ein wenig an der taktschraube drehen und schon kann man den pc noch n jahr länger benutzen.
wenn aber beim 300€ pc schluss ist, ist schluss^^ man muss also ne gute mischung finden aus leistung und preis.