2 GiB DDR3-1333-Module ab 89 Euro

RamSeit einigen Wochen, ja sogar Monaten gibt es einen neuen Speicherstandard, der - wie uns die Vergangenheit lehrt - Anlaufschwierigkeiten besitzt. Nicht nur ob der mangelhaften Unterstützung durch entsprechende Platinen, auch die kaum nennenswerten Performance-Unterschiede und allen voran der Preis stellen Sinn und Zweck gleichermaßen in Frage. Anfang Februar 2007 war DDR3 erstmals greifbar; bis entsprechende Module im Handel waren, vergingen noch einmal gut drei Monate. Die Preise betrugen damals 1180 US-Dollar für ein 2 GiB DDR3-1066-Kit. Doch damals ist nicht heute - die Lage hat sich gebessert, stark gebessert!

Wirft man einen Blick in die hiesigen Online-Shops, so wird erst ersichtlich, welche Preisentwicklung der neue Speicherstandard in weniger als einem Jahr genommen hat. Corsair bietet beispielsweise ein 2 GiB DDR3-1333-Kit für 89,90 EUR an - sofort lieferbar! Vergleichbarer DDR2-Speicher (2 GiB DDR2-1066) startet ab rund 49 Euro und ist damit zwar noch klar günstiger, doch die Unterschiede - denkt man an besagte 1180 US-Dollar von vor 10 Monaten - schwinden immer mehr.

Intel verkündete auf dem letzten IDF, dass DDR3 bis Ende dieses Jahres mit DDR2 preislich gleichziehen würde. Für diese Äußerung ernteten sie damals viel Hohn und Spott, doch völlig abwegig ist diese Theorie gar nicht mehr. Analysten gehen zwar weiterhin davon aus, dass ein "Gleichstand" erst 2009 erzielt wird, sind jedoch gleichermaßen positiv überrascht von der bisherigen Entwicklung.

Corsair XMS3 DDR3-1333-Module (2x 1 GiB)

Der aktuelle Stellenwert von DDR3 ist gering. Einzig der Intel X48- sowie vor wenigen Tagen vorgestellte nForce 790i-Chipsatz unterstützen die neue Speichertechnologie. Anzumerken gilt natürlich, dass auch einige P35- und X38-Platine in einer so genannten "Sonder-Edition" den neusten Speicherstandard unterstützen, dies aber dann nicht offiziell. Festhalten kann man, dass die Kost an DDR3-fähigen Chipsätzen im Allgemeinen (noch) rar ist. Und sowieso: DDR3 ist aktuell nur mit Intel-Prozessoren möglich, die paradoxerweise durch den lahmenden FSB keinen Deut von DDR3 profitieren können.

Gegenwärtig lohnt die Umstellung auf DDR3 also nicht, sollten die Preise auch noch so tief fallen. Erst mit der Vorstellung der Intel Nehalem-Architektur, die zwingend DDR3 als Speicher voraussetzen wird, wird die Technologie interessant und lohnenswert. Denn die neue Intel-Architektur wird über einen integrierten Speichercontroller verfügen, so dass ein direkter Datenaustausch zwischen CPU und Speicher von Statten gehen kann, ohne das der FSB als Flaschenhals im Wege stände.

In diesem Jahr wird jedoch voraussichtlich lediglich die Server-Sparte, die sich übrigens auch vom langjährigen Speicherstandard FB-Dimm trennen wird und stattdessen auf DDR3 setzen wird, mit ersten CPUs bedient. Der Desktop-Start wird sich Wohl oder Übel bis 2009 hinauszögern. Im selben Jahr wird auch AMD eine DDR3-fähige Plattform bereitstellen, weswegen Analysten zu diesem Zeitpunkt auch eine Ablösung von DDR2 durch DDR3 prognostizieren. Die Weichen sind mit den hiesigen Preisen gestellt.


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10 Kommentare

10.) Luk Luk 25.03.2008 - 13:55 Uhr
Wenn der Ram schneller läuft geht Performance durch den lahmen FSB verloren. :D
9.) Duplex 25.03.2008 - 09:09 Uhr
bei einen Nvidia Chipsatz kann man den Ramtakt und FSB enkoppeln , sprich man hat kein teiler

mein FSB läuft @425mhz ( CPU multi 7 3ghz ) und der ram hat 667mhz ( 333mhz ) deswegen wollte ich fragen ob es sich bemerkbar macht wen der ram langsammer läuft ?
8.) NoName 24.03.2008 - 23:25 Uhr
ehm...ich bin mir net ganz sicher was du sagen willst,aber vllt. hilft dir das hier:
kleinster möglicher ramtakt = fsb der cpu. d.h. wenn deine cpu mit nem fsb von 333 läuft dann taktet dein speicher auch mit mindestens 333mhz = ddr 667
7.) Duplex 24.03.2008 - 19:26 Uhr
weis einer von euch vllt ob was passiert wen man mit nen High FSB die cpu übertaktet aber nur nen 667mhz ram besitzt ?

hat man da grosse einbussen ?

also ich habe das 680i ( noch bald das 780i ) den FSB auf max, 425mhz ram unlinked auf 667mhz , da der ram sich net um 1mhz übertakten lässt
6.) KodeX 23.03.2008 - 10:45 Uhr
Im September 2006 habe ich für meine beiden Speichermodule à 1024 MiB 270 € gezahlt... und das waren die günstigsten DDR2-800 Module, die CL4-4-4-12 als Zugriffszeiten hatten...
Mittlerweile bekommt man die selben Module (von GEIL) ab 50 €...
5.) touly 23.03.2008 - 00:40 Uhr
vor 1,5 jahren sah der preis bei ddr2 deutlich anders aus der war locker doppelt so hoch
4.) UltraXFX-92 22.03.2008 - 21:19 Uhr
Für das Geld gibt es doch 6 GB DDR2^^
3.) KodeX 22.03.2008 - 18:29 Uhr
Hmmm...da stell ich mir aber die Frage, ob sich DDR3-1333 überhaupt lohnt. DDR2 geht schonmal bis effektive 1200 MHz bei wesentlich besseren Latenzen... Ich denke, dass sich DDR3 erst wirklich ab 1600 MHz lohnt.
2.) KonKorT 22.03.2008 - 17:35 Uhr
Ja, habe mich selbst über diese Preisentwicklung gewundert. Sehr, sehr gute Entwicklung für den neuen Speicher!
1.) touly 22.03.2008 - 17:21 Uhr
2 GiB DDR3-1333-Kit für 89,90 EUR is doch supergünstig würd ich bezahlen wenn ichs bräuchte