Bericht: nVidia nForce 50025. Mai 2006

Seite 1/5

Einleitung

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte des nForce auf der Computex 2001, als nVidia - damals nur für seine Grafikkarten bekannt - einen ersten vorsichtigen Schritt ins AMD Chipsatzgeschäft wagte, dass zu dieser Zeit noch von VIA dominiert wurde, die heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Obwohl die Performance des nForce nie ganz an den damaligen Klassenprimus KT266A heranreichte, konnten die Kalifornier mit ihrer Ausstattung punkten, die zahlreiche neue Features in der AMD-Plattform etablierte, darunter zum Beispiel das erste Dual-Channel Speicherinterface.

Knapp anderthalb Jahre später folgte dann der zweite Streich, der – wer hätte es damals anders erwartet – unter dem Namen nForce 2 vermarktet wurde. Obwohl die zweite nForce Generation kaum Neuerungen bot, verstanden es die Kalifornier aus ihren Fehlern zu lernen und sorgten im Herbst 2002 dafür, dass der nForce 2 nicht nur viele Features beinhaltete, sondern auch schnell war. So avancierte der Chip im Handumdrehen zum Verkaufsschlager und ließ nVidias Marktanteil im AMD-Segment in die Höhe schnellen. Die wichtigste Neuerung betraf dabei den hauseigenen Audio-Chip, der unter dem Begriff Soundstorm für Furore sorgte und heutzutage von vielen wieder herbeigesehnt wird.

nVidia nForce Logo

Im Herbst 2003 folgte dann der nForce3-150, der die erste Welle der Athlon 64 Prozessoren bediente. Leider entpuppte sich der Chip als Schnellschuss, da er der Konkurrenz rund um VIA und deren K8T800 in allen Belangen unterlegen war. Nicht nur setzte nVidia auf eine deutlich langsamere HyperTransport Anbindung von 600 MHz, sondern Strich auch SoundStorm von der Featureliste. Ein halbes Jahr später legten die Kalifornier aber nach und präsentierten mit dem nForce3-250 den eigentlich schon für den letzten Herbst erhofften Chipsatz. Dieser verfügte nicht nur über ein schnelleres HyperTransport Interface von 800 MHz, sondern bot auch Gigabit-Ethernet, S-ATA Raid, und 8 USB 2.0 Ports.

Weitere sechs Monate später präsentierte nVidia mit der nForce 4 Serie seine zweite Chipsatzgeneration für AMDs Athlon64 und diese verkaufte sich dank einer Vielzahl von innovativen Features und einer nie da gewesenen Performance wie "warme Semmel". Im Gegensatz zu den bisherigen Generationen verbauten die Kalifornier zum ersten Mal auch PCI Express Slots auf ihren Boards, was es ihnen darüber hinaus ermöglichte, zwei Grafikkarten auf einer Platine zu betreiben. Im Fachjargon auch als SLI Technologie bekannt. Weitere Neuerungen betrafen S-ATA II Unterstützung, mehr USB 2.0 Anschlüsse und erweiterte Netzwerkfähigkeiten. Als das Geschäft mit AMD brummte, wagte man dann den "Doppelschlag" und präsentierte eine "Intel-Edition" auf Basis jenes erfolgreichen nForce 4 Chipsatzes, der erst malig die Pentium 4 Prozessoren unterstützte.

nVidia SLI Logo

Resümierend kann man festhalten, dass nVidia in den letzten fünf Jahre eine beachtliche Entwicklung durchgemacht hat. Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein, denn aufgrund der Anstrengungen eines weiteren Grafikchipherstellers können sich die Kalifornier nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Dass sie die Konkurrenz ernst nehmen, haben sie am Dienstag mit der Einführung der "fünften" nForce Generation bewiesen. Obgleich der nForce 500 – so der offizielle Name – stark an seinen Vorgänger anlehnt, bietet er einige interessante Neuerungen, die sich besonders an die "Enthusiasten" unter uns richten. Ob diese es aber rechtfertigen ein "neues" Produkt auf den Markt zu bringen, lesen sie auf den folgenden Seiten.

Seite 1/5