Bericht: Antec vs. Xigmatek19. Februar 2010

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Einleitung

Schon oft haben wir über die neusten Grafikkarten, passenden Prozessoren oder auch den passenden Unterbau in Form von Mainboards berichtet. Doch alle diese Teile wollen auch optisch ansprechend verbaut werden, es sei denn, Sie zählen sich zu den Freunden so genannter Brettrechner.
So wollen wir uns dieses Mal mit einem in Deutschland noch recht unbekannten Branchenschwergewicht aus Kalifornien – namentlich Antec – sowie einem aufstrebendem Newcomer im Gehäuse-Markt – Xigmatek – beschäftigen.

Antec wurde bereits 1986 in den USA, genauer im Silicon Valley in Kalifornien, gegründet und kann sich seitdem wohl zu Recht als eines der innovativsten Unternehmen im Gehäuse- und Netzteilmarkt bezeichnen. So führte man beispielsweise bereits 1991 als eine der ersten Firmen schwarze Gehäuse ein und konnte 2008 mit dem Skeleton – auch als „Open-Air-Chassi“ bekannt – neue Maßstäbe beim Design wie auch der Funktionalität setzen. Auch im Bereich Netzteile ist Antec bereits sehr lange aktiv und war auch hier mit Technologien wie (PWM)-Lüfter-Steuerung, Kabel-Management, dedizierten 12 Volt-Leitungen, dem obligatorischen 80Plus sowie DC/DC-Adaptern immer früh am Markt. Dies rührt unter anderem aus der starken Präsenz am Server-Markt her.

Antec P183, Xigmatek Midgard und Antec Mini P180

Xigmatek dürfte vielen bisher vor allem aus den Sektoren Lüfter und Kühler bekannt sein und dort nicht zu selten für gute Qualität sowie Leistung stehen. Aktuell startet Xigmatek aber auch im Bereich Gehäuse voll durch und kann bereits jetzt mit einer breiten Palette an Produkten aufwarten. Diese werden verständlicherweise mit den eigenen Lüftern sowie gegebenenfalls Netzteilen kombiniert. Ob dies immer vorteilhaft ist, werden wir unter anderem in diesem Test zeigen. Die Produkte richten sich im Gegensatz zu Antec eher im mittleren Preisbereich aus, also jenem im Bereich von etwa 50 bis 100 Euro. Antec bietet zwar auch Gehäuse im Bereich von 50 bis 100 Euro an, der Fokus liegt aber vornehmlich im Bereich von etwas unter 100 bis 150 Euro – wohl gemerkt bei Consumer-Produkten und nicht dem Server-Markt.

In diesem Test werden wir drei Gehäuse vergleichen. Einmal das P183 und das Mini P180 von Antec sowie das viel gelobte Xigmatek Midgard. Warum gleich zweimal Antec? Wir wollen so zwei Vergleiche anstellen: Das P183 zielt, abgesehen vom Preis, etwa auf dieselbe Zielgruppe ab wie Xigmateks Midgard, also vor allem Spieler mit Lust am Basteln. Das Mini P180 von Antec spielt wiederum in der gleichen Preisliga wie Xigmatek mit dem Midgard, ist aber - wie bereits am „Mini“ im Namen zu erkennen - kein reinrassiges Gamergehäuse, sondern hat mit dem µATX-Formfaktor kleinere Innen- wie Außenmaße.

Um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, befanden sich alle Testkandidaten für einen längeren Zeitraum im Test, um auch eventuell vorhandene Qualitätsunterschiede besser aufdecken zu können. Bevor wie uns nun den einzelnen Testkandidaten widmen, noch einen herzlichen Dank an Caseking sowie Antec für die Bereitstellung der Testkandidaten.

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