„Wer nichts tut, ist Komplize“

Scharfe Kritik an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Abgeordnete werfen ihr vor, im Rechtsstreit zwischen der EU und Polen nicht genug zu tun. Sie müssen zuletzt handeln.

Nachdem der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments eine Klage gegen Kommission der Europäischen Union Mai angekündigt, siehe mehrere stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Ursula von der Leyen Im Zug. „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist nun verpflichtet, ihrer Verantwortung als Hüterin der EU-Verträge endlich nachzukommen“, sagte Timo Faulken der deutschen Nachrichtenagentur SPD. Brüssel. „Man sollte nicht weiter tatenlos zusehen, wie die Unabhängigkeit der Justiz in Polen abgesagt.“

Der Rechtsausschuss hatte sich am Donnerstagabend für eine Klage gegen die EU-Kommission ausgesprochen, weil die Behörde den zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Rechtsstaatsmechanismus der EU nicht aktiviert hatte. Darin heißt es, dass EU-Staaten Mittel aus dem gemeinsamen Haushalt kürzen können, wenn die Gefahr besteht, dass die Mittel aufgrund von Rechtsstaatlichkeitsverstößen missbraucht werden.

Polens regierende Rechtspartei Law and Justice hat sich in letzter Zeit immer mehr gegen die EU-Gesetzgebung ausgesprochen. Ihr harter Kurs wird von Ungarn unterstützt. (Quelle: imago-Fotos)

Regierungen in Ungarn Polen befürchtet, dass die neue Maßnahme vor allem gegen sie verwendet wird. Also habe ich die Verordnung beim Europäischen Gerichtshof verklagt – und das Verfahren läuft noch. Tatsächlich wollte die EU-Kommission erst aktiv werden, als der Gerichtshof über die Beschwerden entschied. Es sieht auch eine Einigung zwischen den Staats- und Regierungschefs im Sommer 2020 vor.

„Wer nichts tut, ist Komplize“

Parlamentspräsident David Sassoli wird die angebliche Untätigkeitsklage gegen die EU-Kommission tatsächlich vorlegen müssen. Dafür hat er noch bis zum 2. November Zeit. Der Grünen-Abgeordnete Daniel Freund sieht die Klage als „letzte Warnung“ an von der Leyen. „Wir haben kein Interesse daran, in einen Rechtsstreit vor dem Europäischen Gerichtshof verwickelt zu werden, während in Ungarn die Korruption grassiert und in Polen die Gewaltenteilung aufgehoben wird“, sagte die deutsche Nachrichtenagentur dpa. Es braucht endlich finanzielle Konsequenzen für Warschau und Budapest.

Auch der FDP-Abgeordnete Moritz Körner mahnte zum schnellen Handeln: „Die Untätigkeit von der Leyen ist gefährlich für den polnischen und europäischen Rechtsstaat.“ Deshalb ist das EU-Parlament gezwungen, sie zum Handeln zu bewegen. „Wer nichts tut, macht sich am Zerfall der europäischen Rechtsgemeinschaft mit“, sagte Körner der deutschen Nachrichtenagentur dpa.

Lambrecht fordert klare Konsequenzen für Polen

Ein ausländischer Politiker der Christlich Demokratischen Union Norbert Röttgen Er hält den Zusammenbruch der Europäischen Union für möglich. „Wir sehen, was in diesen Tagen mit Polen passiert. Wenn wir nicht aufpassen, wird es durch die EU gehen“, sagte Röttgen dem Spiegel. Die Folgen werden katastrophal sein: „Europas Autarkie wird das Ende unserer Beziehungen in allen Bereichen bedeuten.“

Bundesminister der Justiz Christine Lambrecht Die SPD sagte dem Spiegel, sie erwarte von der EU-Kommission „klare Konsequenzen für Polen“ im Rechtsstreit. Dabei klagte sie wegen Verletzung und finanzieller Folgen. Lambrecht sagte, die EU sei eine „geschätzte Gemeinschaft“, und dazu gehört auch der Rechtsstaat.

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