Warum breiten sich Affenpocken zunehmend auf den Menschen aus? Wer ahnte

Aktualisiert am 01.06.2022 um 17:50 Uhr

  • In den vergangenen Wochen wurden weltweit mehr als 550 Fälle von Affenpocken festgestellt.
  • Aber warum breitet sich das Virus derzeit so häufig auf Menschen aus?
  • Die Weltgesundheitsorganisation vermutet Umweltfaktoren.

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Laut einem UN-Experten könnte es zu einem zunehmenden Druck auf die Ökosysteme kommen Monkeypox-Infektionen beim Menschen führen. Bedrohte Lebensräume und der Klimawandel werden den Tierradius verändern und überspringen Virus auf den Menschen, sagte Mike Ryan von der Weltgesundheitsorganisation (Wer ist der) am Donnerstag in Genf.

„Wir wissen nicht, ob es zu spät ist, es vollständig einzudämmen“, sagte WHO-Pockenexpertin Rosamund Lewis über das Virus. Sie sei aber optimistisch, dass diese Ausbreitung mit herkömmlichen Hygienemaßnahmen bekämpft werden könne.

Affenpocken: mehr als 550 Fälle weltweit

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen Wochen mehr als 550 Fälle von Affenpocken in 30 kaum betroffenen Ländern nachgewiesen. In den Zahlen sind aktuelle Infektionen in mehreren afrikanischen Ländern, in denen die Viruserkrankung in der Vergangenheit erneut aufgetreten ist, nicht enthalten.

„Wir haben es mit einer ziemlich instabilen Schnittstelle zwischen Tieren und Menschen zu tun“, sagte Ryan auf einer Pressekonferenz. Auch bei anderen Krankheiten tierischen Ursprungs – etwa Lassa-Fieber oder Ebola – können Erhöhungen beobachtet werden. Es ist bekannt, dass verschiedene Nagetiere und Affen das Affenpockenvirus übertragen. Allerdings scheinen die hauptsächlich aus westlichen Ländern gemeldeten Neuinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen worden zu sein. (dpa/mbo)

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