Streik: Ein Viertel der Flüge vom Flughafen Charles de Gaulle wurde am Donnerstag gestrichen

Ein Viertel der für Donnerstag geplanten Flüge am Flughafen Paris Charles de Gaulle bleiben auf dem Rollfeld. Aéroports de Paris (ADP) sagte, dass etwa 25 % der Morgenflüge aufgrund eines Streiks des Flughafenpersonals gestrichen wurden, um höhere Löhne zu fordern.

In Erwartung hat die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) die Unternehmen aufgefordert, die Anzahl der Flüge am Donnerstag zwischen 7 und 14 Uhr zu reduzieren, während mehrere europäische Flughäfen in letzter Zeit aufgrund von Personalmangel mit enormen Schwierigkeiten bei der Verwaltung von Passagieren konfrontiert waren.

Air France, der Hauptbetreiber des Drehkreuzes Paris Charles de Gaulle, gab bekannt, dass sie am Donnerstag 85 Kurz- und Mittelstreckenflüge storniert hat, um die DGAC-Anforderungen zu erfüllen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass auch „Flugplanänderungen für Langstreckenflüge“ geplant seien, und gab an, dass „relevante Kunden direkt kontaktiert werden“.

300€ Aufpreis

In einer Anfang der Woche auf Twitter veröffentlichten Nachricht warnte Aéroports de Paris seine Nutzer vor „langen Wartezeiten“ an Kontrollpunkten auf den Flughäfen Roissy und Orly aufgrund einer „sozialen Bewegung von Sicherheitsbeamten“.

Alle Gewerkschaften am Flughafen Roissy (CGT, FO, CFDT, CFTC, CFE-CGC, Unsa und SUD) rufen alle Beschäftigten der Plattform auf, sich für eine Gehaltserhöhung von 300 Euro „bedingungslos für alle“ zu mobilisieren. Am Donnerstag findet vor dem Terminal 2E des Flughafens eine Demonstration statt.

„Trotz Wiederaufnahme des Verkehrs und der Gewinne wird unsere Arbeit nicht zum fairen Wert bezahlt“, empören sich die Gewerkschaften in einem gemeinsamen Beitrag. Und sie prangerten an, „bis auf unsere Gehälter steigt alles“.

Für FO ist „das Chaos, das die Mitarbeiter seit mehreren Wochen auf vielen Flughafenplattformen in Frankreich und Europa erleben, unerträglich.“ Die Gewerkschaft schätzt, dass in der Luftfahrtbranche aufgrund der Covid-19-Pandemie in zwei Jahren 15.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind, was zu „Personaldruck“ geführt habe.

Chaos anderswo in Europa

Ende April kündigte der Leiter der ADP an, dass 4.000 Stellen auf den Bahnsteigen der Flughäfen Orly und Roissy besetzt würden, da erhebliche Personalprobleme bestehen würden. Nach zwei Jahren mit pandemiebedingten Defiziten läuft der Flugverkehr in Europa wieder auf Hochtouren und kehrt sukzessive auf das Niveau von 2019 zurück.

An einigen europäischen Flughäfen hat Personalmangel bereits für großes Chaos gesorgt, etwa in Amsterdam-Schiphol oder Frankfurt, wo in den vergangenen Wochen Flüge mangels Bodenpersonals gestrichen wurden. In Großbritannien wurden letzte Woche Hunderte von Flügen aus demselben Grund gestrichen.

Quelle: AFP

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