Mitarbeiter im Homeoffice haben ihren Laptop seit einem Monat nicht mehr geöffnet

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aus: Patrick Frewah

Das Homeoffice sorgt in vielen Unternehmen für gespaltene Köpfe. Der CEO eines amerikanischen Unternehmens sorgt mit einem Rundumschlag gegen die Mitarbeiter für Aufsehen.

München – Der CEO eines amerikanischen Tech-Unternehmens geht hart mit der Arbeitsmoral seiner Mitarbeiter um. Es ist James Clark, CEO von Clearlink, der mit einem kritischen Brief an die Mitarbeiter für Aufsehen sorgte. Der Mann betreibt ein Unternehmen für digitales Marketing, in einem Zoom-Meeting prangerte er die Haltung von Mitarbeitern an, die von zu Hause aus im Homeoffice „arbeiten“.

Mehrere Punkte aus dem Monolog, die auf Online-Plattformen wie YouTube zu sehen sind, lösen Empörung und Kritik aus. Der Verantwortliche lobt einen Kollegen, der den Familienhund verkauft hat, damit er stattdessen mehr Zeit bei der Arbeit verbringen kann. Clark behauptet auch, dass niemand in der Firma so hart arbeiten wird wie er.

Heimbüro? „Manche schalten ihren Laptop nicht einmal einen Monat lang ein“

Außerdem behauptet das kursierende Video, dass manche Leute „leises Aufhören“ praktizieren und lieber Zeit mit ihren Kindern verbringen würden als zu arbeiten. Auf der anderen Seite erhalten Arbeitnehmer ein Gehalt, leisten dafür aber gar keine Arbeit.

In seiner Motivationsrede behauptet der CEO auch: „Ich habe Informationen, dass allein in einem Monat dieses Jahres 30 von Ihnen Ihren Laptop zu Hause nicht geöffnet haben.“ In dem Clip behauptet Clark auch, dass einige vielleicht sogar für zwei Unternehmen arbeiten, „aber wir wissen es nicht“.

Der CEO amerikanischer Unternehmen startet eine Rundum-Attacke und kritisiert Mütter

Außerdem vermutet er, dass Content-Macher künstliche Intelligenz einsetzen werden, anstatt exklusive Inhalte zu erstellen – „und das dauert nur drei Minuten“, sagt der Firmenchef. Clark gründete das Unternehmen im Jahr 2001 und ist erst seit Januar 2022 in die höchste Position bei dem in Utah ansässigen Unternehmen zurückgekehrt.

Wen der Mann mit seiner Vollmacht ins Visier nimmt: Mütter, die die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Vollzeitjob nicht vertragen. Aus seiner Sicht ist es einfach nicht möglich, beide Pflichten getreu zu erfüllen. So vermutet Clark in seiner Rede, dass dieser Personenkreis besondere Probleme mit der neuen Regelung haben wird:

Frau schläft vor Laptop: Einige Unternehmen stehen der Arbeit ihrer Mitarbeiter im Homeoffice kritisch gegenüber. © IMAGO / Svetlana Karner

Der CEO von Clearlink schränkt die Arbeit zu Hause ein und erwischt einen massiven Sturm

Als Reaktion auf die schleppende Arbeitsfreude wurde laut verschiedenen amerikanischen Medien angekündigt, dass alle Mitarbeiter, die in einem Umkreis von 50 km wohnen werden, an vier Tagen in der Woche ins Büro zurückkehren müssen. New York Post oder Vice.com.

Nachdem die digitale Rede verbreitet wurde, sprangen die Medien sofort darauf an, während im Internet ein heftiger Sturm losbrach. Die überwiegende Mehrheit der Kommentare nennt Clark einen schlechten Chef und sieht in dem Vorfall eine massive Verschlechterung der Arbeitskultur in den Vereinigten Staaten. Es ist ein negatives Paradebeispiel für ein Wirtschaftssystem, in dem Kapitalismus und Konsum im Vordergrund stehen. (PF)

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