„Mit der Bundesregierung abgestimmt“: Uniper und RWE überweisen Zahlungen an Russland

„Koordinator mit der Bundesregierung“
Uniper und RWE überweisen Zahlungen nach Russland

Russland hat einigen Unternehmen bereits die Gaslieferungen gekappt. Uniper und RWE werden weiterhin von Gazprom beliefert. Nach eigenen Angaben änderten die Konzerne die Zahlungsmethode entsprechend. Es verstößt jedoch nicht gegen die Sanktionen des Westens.

Die Energiekonzerne Uniper und RWE haben ihre Zahlungen für russisches Erdgas geändert, um den neuen Anforderungen aus Russland sowie den westlichen Sanktionen aufgrund des Krieges in der Ukraine gerecht zu werden. Uniper kündigte an, „in Euro nach dem neuen Zahlungsmechanismus“ zu zahlen. Die erste Auszahlung erfolgte Ende Mai. Auf diese Weise handelt Uniper im Einklang mit den Sanktionen und kann die fristgerechte Vertragserfüllung weiterhin sicherstellen.

„Das Verfahren wurde vorab mit der Bundesregierung abgestimmt und folgt einschlägigen EU-Richtlinien.“ Zu Einzelheiten der Zahlungen wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Auch RWE, Deutschlands größter Stromversorger, hat seine Zahlungsmethode entsprechend den neuen Anforderungen geändert. „Wir bestätigen, dass wir 1 Euro auf das Konto eingezahlt haben“, teilte das Unternehmen mit.

Der Konzern gab vor zwei Wochen bekannt, in Russland ein Konto in Euro für künftige Zahlungen eröffnet zu haben. Russland forderte vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges von als „unfreundlich“ eingestuften Ländern wie Deutschland die Umstellung auf Rubelzahlungen. Der staatliche Gasriese Gazprom hat unter anderem die Gaslieferungen nach Polen, Bulgarien und Finnland eingestellt, nachdem sie den Antrag abgelehnt hatten.

Gazprom hat am Montag auch die Lieferungen an das niederländische Unternehmen Gastera eingestellt. Shell Energy Europe und der dänische Versorger Oersted folgten an diesem Dienstag. Gazprom hat bekannt gegeben, dass Shell Energy Europe aufgrund seines Vertrags zur Lieferung von Gas nach Deutschland von der Versorgungsunterbrechung betroffen ist. Die Liefersperre soll ab dem 1. Juni wirksam werden. Grund dafür ist, dass die Unternehmen nicht wie von Russland gefordert in Rubel gezahlt haben.

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