Energy Paper: 7 Faktoren, die bestimmen, ob unser Gas den Winter überleben wird | Geld

Energy Paper: 7 Faktoren, die bestimmen, ob unser Gas den Winter überleben wird |  Geld

Gibt es genug Benzin, um uns durch die nächsten zwei Winter zu bringen?

Bisher seien die Winter besonders mild gewesen und hätten sogar „das Beste aus allen Welten“ geboten, beschrieben Experten der Deutschen Bank in einer Analyse. Das hat die Heizsaison verzögert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Deutschland ohne Gasrationierung durch die nächsten Monate kommt. Die Läden sind voll.

Allerdings: Es bestehen noch erhebliche Risiken – insbesondere für 2023/24. Experten warnen davor, dass die Speicher im Winter nächsten Jahres nur noch zu 40 Prozent gefüllt sein werden, schlimmstenfalls nur zu 20 Prozent.

Dennoch gibt es Gründe zur Beruhigung: Neben dem milden Winter (27 Prozent weniger Gasverbrauch im Oktober 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat) wurden leicht höhere Gasmengen aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen (zu einem kleinen Umfang) und Frankreich. Außerdem werden einige der schwimmenden LNG-Terminals Ende 2022 landen, statt wie ursprünglich geplant 2023.

Diese gute Nachricht hat die Preise an den Gasbörsen nach unten geschickt: Sie liegen immer noch über 100 Euro pro Megawattstunde, aber etwa ein Drittel unter ihren August-Höchstständen.

Dies reicht jedoch nicht aus, um sicherzustellen, dass der Wind nicht wiederkehrt. Ob der nächste Winter weiter wärmen kann, ohne dass die Regierung entscheiden muss, wer Erdgas bekommt und wer nicht, hängt von sechs bis sieben Faktoren ab – auch von politischen!

Was kann uns den Winter verderben?

Bei der Gasversorgung bestehen große Risiken, die die gelieferten Mengen gefährden könnten.

▶︎ Russland-Gas: Die Europäische Union bezieht immer noch sechs Prozent ihrer gesamten Gasimporte aus Russland. Auch verflüssigtes Erdgas (LNG) kommt in begrenztem Umfang noch aus Russland. Ein Stopp dieser Importe würde die Versorgungssicherheit vieler Länder und Regionen gefährden, die keinen Zugang haben – darunter Österreich, Tschechien, die Slowakei, Norditalien und Bayern.

▶︎ Vandalismus: Die Angriffe auf Nord-Stream-Pipelines in der Nordsee haben gezeigt, dass Sabotage nicht ausgeschlossen werden kann. Doch nicht nur absichtliche Fehlfunktionen, auch technische Fehler können Gasmengen gefährden.

Was kann uns helfen?

▶︎ AKW-Weiterbetrieb: Denn vorerst, so die Experten der Deutschen Bank, sieht es so aus, als würden Atomkraftwerke nur noch bis zum 15. April 2024 weiterlaufen – wie Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) den Streit zwischen seinem Koalitionspartner Grünen und der FDP festlegt schiedsgerichtlich entschieden werden. Ein weiteres Verfahren kann die Gasfront, wo Erdgas zur Stromerzeugung abgefackelt wird, erheblich entlasten. Mit anderen Worten, die Diskussion sollte wieder aufgenommen werden.

▶︎ Kurzfristig nicht kritisch, aber relevant: it Cracking-Verbot. Er muss aufgebracht werden, damit Deutschland in den nächsten zwei bis drei Jahren sein eigenes Gas produzieren kann. Experten der Deutschen Bank stellen jedoch fest: Bundesfinanzminister Christian Lindner (43, FDP) scheint sich in den Chor derer einzureihen, die das Verbot kippen wollen.

andere politische Risiken

Aber auch die Nachfrageseite ist wichtig – und ein bisschen Glück.

▶︎ Affiliate Haushaltsverbrauch. Haben die Bürger mit der Strom- und Gaspreisbremse den Anreiz zum Sparen verloren? Analysten der Deutschen Bank halten dies zwar für möglich, aber nicht für sehr wahrscheinlich.

▶︎ Unternehmensverhalten: Auch sie können kein Gas liefern, weil die Regierung einen Teil ihrer Rechnung bezahlt. Damit rechnen die Analysten der Deutschen Bank nicht. Rund 25.000 Industriekunden und 1.900 Krankenhäuser erhalten einen Zuschuss von 70 Prozent ihres Verbrauchs, berechnet auf Basis ihres Verbrauchs im Jahr 2021 und nach bestimmten Umweltstandards.

Wir brauchen Glück mit dem Wetter!

▶︎ Last but not least auch im kommenden Winter das Wetter Einer der Hauptfaktoren. Analysten schreiben, dass der Unterschied zwischen einem sehr kalten und einem sehr heißen Winter eine 15-prozentige Schwankung der Gasnachfrage bedeutet.

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